Versicherer trennt sich wohl vom Italien-Geschäft

Montag, 26.09.2016 18:00 von

Die drei italienischen Uniqa-Töchter stehen laut einem Medienbericht kurz vor dem Verkauf. Der österreichische Versicherer wolle sich aus Italien zurückziehen, heißt es. Vier Interessenten scheint es bereits zu geben.

Der österreichische Versicherungskonzern Uniqa will sich einem Agenturbericht zufolge aus Italien zurückziehen. Ein Unternehmensberater sei beauftragt worden, Interessenten für die drei italienischen Uniqa-Töchter zu finden, berichtete die österreichische Agentur APA am Montag unter Berufung auf italienische Gewerkschaftsvertreter und Medienberichte. Ein Uniqa-Sprecher wollte sich nicht dazu äußern.

Dem Bericht zufolge hätten bereits vier Interessenten ihr Angebot eingereicht. Dabei handle es sich um den italienischen Versicherungskonzern Cattolica, den spanischen Versicherer Mutua sowie die Investmentfonds Apollo und Cinven, berichtete die APA unter Berufung auf Gewerkschaftskreise.

Uniqa ist neben Österreich und Italien in Zentral- und Osteuropa vertreten. Der Wiener Konzern leidet derzeit unter den Niedrigzinsen und den Belastungen aus seinem Umbau. Für 2016 kündigte das Unternehmen einen Gewinneinbruch vor Steuern von bis zu 50 Prozent an. Im vergangenen Jahr hatte der Versicherer rund 423 Millionen Euro vor Steuern verdient. In Italien wurden im Vorjahr Prämieneinnahmen (inklusive Spareinlagen) in der Höhe von rund 1,1 Milliarden Euro verbucht. Davon entfielen rund 878 Millionen Euro auf Lebensversicherungen. Insgesamt erzielte Uniqa 2015 verrechnete Prämieneinnahmen von 6,3 Milliarden Euro.

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