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Verpfeifen lohnt sich

Mittwoch, 31.08.2016 09:00 von

Mehr als 100 Millionen Dollar (Dollarkurs) hat die US-Wertpapieraufsicht bereits an Mitarbeiter gezahlt. Jetzt erhält ein Monsanto-Mitarbeiter die zweithöchste Belohnung überhaupt. Ein gutes Geschäft, nicht nur für die Whistleblower.

Wer Missstände im eigenen Unternehmen aufdeckt, macht sich damit häufig bei den Kollegen und vor allem den Vorgesetzten unbeliebt. Das ist einer der Gründe dafür, dass Behörden sich häufig schwer tun mit der Aufklärung von Fehlverhalten.

Im Jahr 2011 hat die US-Wertpapieraufsicht (SEC) deswegen ein Programm aufgesetzt, nach dem so genannte Whistleblower hohe Belohnungen bekommen können. Das ist auch anonym möglich, um die Mitarbeiter vor Repressalien zu schützen. Die sind zwar verboten, kommen aber dennoch immer wieder vor.

Im Rahmen dieses Projekts hat die SEC jetzt einem ehemaligen Angestellten des Saatgut-Konzerns Monsanto (Monsanto Aktie) für die Aufdeckung von Missständen 22 Millionen Dollar gezahlt. Es war die zweithöchste Belohnung bisher – die höchste lag 2014 bei 30 Millionen. Damit wurden bisher insgesamt 107 Millionen Dollar an 33 Whistleblower ausgezahlt.

Der frühere Manager habe die Behörden darauf hingewiesen, dass Monsanto falsche Angaben zu den Kosten eines Rabattprogramms für das Unkrautvernichtungsmittel Roundup gemacht habe, teilte die SEC mit. Wegen der Manipulation stimmten auch die Gewinnangaben des Konzerns für die Jahre 2009 bis 2011 nicht.

Seit Auflage des Programms hat die SEC 14.000 Tipps aus allen US-Bundesstaaten sowie aus 95 anderen Ländern erhalten – Tendenz steigend. Gut 500 Millionen Dollar an Bußgeldern hat die Wertpapieraufsicht dadurch eingenommen, wovon sie 346 Millionen an geschädigte Investoren überwiesen hat.

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