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Verleihung in Monaco: Kerber und Mercedes gehen leer aus

Dienstag, 14.02.2017 21:30 von

Rosberg nahm seine Trophäe persönlich entgegen, er wohnt in unmittelbarer Nähe des Festsaals. In seiner Kategorie distanzierte er beispielsweise Englands Sensations-Fußballmeister Leicester City (erhielt den Award für Spirit of Sports) oder die Fußball-EM-Helden aus Island. "Ich bin ja in dem Haus nur 40 Meter entfernt von hier aufgewachsen. Schon als 14-Jähriger habe ich die Laureus-Verleihung nebenan verfolgt und mir gewünscht, auch mal da oben zu stehen. Ich bin so glücklich und so froh, dass mein Traum wahr geworden ist. Wer an seine Träume glaubt und hart arbeitet, wird sie auch erreichen", sagte ein erfreuter Rosberg.

Kerber (29) derweil, zweimalige Grand-Slam-Siegerin und Olympia-Zweite von Rio, musste in der Wahl zur "Sportswoman of the year" der US-Turnerin Simone Biles den Vortritt lassen. Biles, die in Rio vier Goldmedaillen abgeräumt hatte, ließ auch US-Schwimmstar Katie Ledecky hinter sich. Kerber war bei der Gala im "Salle des Etoiles" nicht anwesend, sie schlägt in dieser Woche beim WTA-Turnier in Doha auf.

Die weiteren Preisträger

"Sportsman of the Year" wurde der jamaikanische Sprintkönig Usain Bolt, in der Kategorie Team gewannen die Baseballer der Chicago Cubs. Das Team hatte im vergangenen Jahr die World Series, den Meistertitel in der US Profiliga MLB, gewonnen und eine 108-jährige Durststrecke beendet.

Zudem wurden weitere Preise in den Kategorien Comeback (US Schwimmer Michael Phelps), Action (Mountainbikerin Rachel Atherton/Großbritannien) und Behindertensport (Rollstuhlfechterin Beatrice Vio/Italien) verliehen. Ein Sonderpreis ging an das Flüchtlingsteam des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), das an den Sommerspielen in Rio teilgenommen hatte.

In allen acht Kategorien standen sechs Kandidaten zur Wahl. In der Geschichte der Laureus Awards seit dem Jahr 2000 gab es bis dato elf deutsche Siege, Rosberg machte das Dutzend voll. Eine deutsche "Sportswoman of the Year" gibt es weiterhin nicht.

Im vergangenen Jahr gewann "Iron Man" Jan Frodeno in der Kategorie Action-Sportler des Jahres, 2015 sicherte sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft als Weltmeister den Preis. Sportler des Jahres waren 2002 und 2004 die Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher und 2014 Sebastian Vettel.