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Verkehrte Welt am Devisenmarkt

Montag, 14.11.2016 18:40 von

Der Sieg Donald Trumps bei den US-Wahlen wirbelt die Devisenmärkte durcheinander. Viele Analysten hatten das erwartet – und wurden trotzdem völlig überrumpelt. Denn nur mit einer Prognose lagen sie wirklich richtig.

Was ist bloß los auf den Finanzmärkten? Die Aktienbörsen erleben nach dem Sieg des Republikaners Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen nicht den vorhergesagten Crash, sondern einen unerwarteten Aufschwung. Umgekehrt suchen Anleger nicht Schutz an den Anleihemärkten, sondern stoßen Bonds im Gegenteil massenhaft ab.

Und weil alles mit allem zusammenhängt, spielen auch die Devisenmärkte verrückt. Der Dollar (Dollarkurs) erreichte am Montag nach mehreren Tagen mit Kursanstiegen gegenüber Euro und der japanischen Währung Yen den höchsten Stand seit mehreren Monaten. Im Gegenzug fielen Euro und Yen: Der Euro gab um gut einen US-Cent auf 1,07 Dollar nach und notierte damit auf dem tiefsten Stand seit Anfang Januar. Die japanische Währung war gegenüber dem Dollar so schwach wie seit Juni nicht: Der Dollar stieg im Tagesverlauf um gut ein Prozent auf 107,96 Yen.

Damit sind alle Prognosen auf den Kopf gestellt: Noch bis wenige Tage vor der Wahl waren Analysten überzeugt, dass ein Sieg Donald Trumps den Greenback schwächen würde. So überraschend wie der Wahlausgang war dann die Reaktion der Anleger: Nur für sehr kurze Zeit flüchteten sie in die als besonders sicher geltende japanische Währung. Die rasch folgende Kursrally des Dollars gegenüber dem Yen „hat offenkundig die meisten Marktteilnehmer kalt erwischt“, sagt Dorothea Huttanus, Devisenanalystin bei der DZ Bank.

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