US-WAHL: Baden-Württembergs-IHK-Chef hofft auf wirtschaftspolitische Kontinuität

Mittwoch, 09.11.2016 09:15 von

STUTTGART (dpa-AFX) - Der Präsident des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertags Peter Kulitz hofft nach dem Wahlsieg des Republikaners Donald Trump auf wenig Veränderung. "Mit Blick auf die starke und professionelle US-Regierungsadministration setze ich wirtschaftspolitisch gleichwohl auf Kontinuität", sagte Kulitz am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Persönlich glaube ich sogar, dass Trump sich nicht so sehr in Details einmischen wird wie es Clinton täte und er mehr auf Berater hören wird als es bei ihr der Fall wäre."

Bei den Unternehmen sei allerdings Verunsicherung zu spüren, so Kulitz. "Donald Trump hat im Wahlkampf viele Ankündigungen gemacht und im Moment weiß niemand, was davon tatsächlich umgesetzt wird."

Trump gilt als klarer Gegner von Freihandelsabkommen. Insbesondere beim Außenhandel sei aber eine protektionistische Politik von Nachteil, sagte Kulitz. "Das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP darf daher nicht aus den Augen verloren werden."

Was in den USA geschieht, habe zwar unmittelbare Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, sagte Kulitz, er rechne aber nicht mit dramatischen Einbrüchen bei den Exporten. "Der Warenaustausch mit den USA wird auch in Zukunft eine tragende Säule für unsere Wirtschaft sein." Der Südwesten führte im Jahr 2015 Waren und Güter im Wert von knapp 26 Milliarden Euro in die USA aus - soviel wie in kein anderes Land./ang/DP/stb