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US-Notenbanker warnt vor Überhitzung der Wirtschaft

Freitag, 09.09.2016 14:56 von

QUINCY (dpa-AFX) - Ein ranghoher amerikanische Notenbanker hat vor den Gefahren einer zu langsamen geldpolitischen Straffung gewarnt. Zwar helfe die immer noch lockere Geldpolitik der US-Notenbank, die Lage am Arbeitsmarkt zu verbessern und das Inflationsziel der Fed zu erreichen, sagte der regionale Fed-Chef von Boston, Eric Rosengren, am Freitag in Quincy (Massachusetts). "Aber sie erhöht auch das Risiko einer Überhitzung der Wirtschaft."

Eine solche Überhitzung würde es wiederum erfordern, dass die Fed ihre Geldpolitik rascher strafft, was sich negativ auf das Wachstum auswirken würde. Rosengren, der als Vertreter einer lockeren Geldpolitik gilt, plädierte deswegen für graduelle Zinsanhebungen. Ansonsten drohe die konjunkturelle Aufschwungphase verkürzt anstatt verlängert zu werden. Rosengren ist in diesem Jahr stimmberechtigtes Mitglied im geldpolitischen Ausschuss der Fed, dem FOMC.

Seit die Federal Reserve im Dezember 2015 ihren Leitzins erstmals seit der Finanzkrise angehoben hatte, pausiert ihre Zinswende. Analysten und Anleger halten eine Zinsanhebung in diesem Jahr für möglich. Die Fed macht dies aber allein von der konjunkturellen Entwicklung abhängig./bgf/tos/stb