US-Mobilfunker Sprint will Mobilfunklizenzen zu Geld machen

Mittwoch, 12.10.2016 13:48 von

OVERLAND PARK (dpa-AFX) - Der seit Jahren in der Klemme steckende US-Mobilfunker Sprint will sich über seine Funklizenzen mit Geld eindecken. Der Konkurrent der Telekom-Tochter T-Mobile US will mit der Ausgabe von Schuldscheinen bis zu rund 3,5 Milliarden US-Dollar einsammeln, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" darüber berichtet. Die Mobilfunklizenzen sollen demnach als Sicherheit für die Schuldscheine dienen. Insgesamt will Sprint-Chef Marcelo Claure rund ein Siebtel der eigenen Lizenzen für solche Geschäfte bereitstellen. Mobilfunklizenzen werden in den USA im Gegensatz zu Deutschland nicht für begrenzte Zeit verkauft, sondern auf Lebenszeit.

Mit Mobilfunklizenzen ist Sprint nach Meinung von Experten vergleichsweise üppig ausgestattet. Der viertgrößte US-Mobilfunker hat schon mehrere ähnliche Transaktionen durchgezogen, um sich über eigene Vermögensteile Geld zu beschaffen. Auf dem hart umkämpften US-Markt gräbt T-Mobile US der vom japanischen Softbank-Konzern kontrollierten Firma mehr und mehr das Wasser ab. Sprint schreibt seit Jahren rote Zahlen und hatte zuletzt fast 37 Milliarden Dollar (Dollarkurs) Schulden./men/enl/stb