US-Medien: Rechtsstreit um 'Trump University' vor Millionenvergleich

Freitag, 18.11.2016 17:19 von

NEW YORK (dpa-AFX) - Der künftige US-Präsident Donald Trump will einen Rechtsstreit um dubiose Geschäftspraktiken seiner "Trump University" laut US-Medien mit einem Vergleich beilegen. Um Klagen wegen Betrugsvorwürfen aus der Welt zu schaffen, bereite Trumps Anwaltsteam im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung eine Zahlung von 20 bis 25 Millionen Dollar (Dollarkurs) vor, berichteten zuerst die "New York Daily News" sowie später der US-Sender CNBC und der Finanzdienst Bloomberg am Freitag unter Berufung auf Insider.

Trump wird in Sammelklagen und einem vom New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman angestrengten Verfahren beschuldigt, Tausende Studenten mit falschen Versprechen geprellt und um 40 Millionen Dollar gebracht zu haben. Trump selbst habe daran fünf Millionen Dollar verdient, so der Vorwurf Schneidermans.

Die "Trump University" warb damit, Studenten zu erfolgreichen Immobilienprofis und Geschäftsleuten auszubilden. Es handelte sich aber nicht um eine echte Universität mit anerkannten Abschlüssen, weshalb der Name geändert werden musste. Die Einrichtung wurde von 2005 bis 2010 betrieben und nach Betrugsvorwürfen geschlossen.

Der Fall hatte bereits im Wahlkampf für Schlagzeilen gesorgt, weil Trump dem zuständigen Richter Gonzalo Curiel wegen dessen mexikanischer Wurzeln Befangenheit vorgeworfen hatte. Ein Vergleich würde eine radikale Kehrtwende von Trumps bisherigem Kurs bedeuten. Bislang hatte er die Anschuldigungen zurückgewiesen und noch im Juni angekündigt, die "Trump University" wieder zu öffnen, "nachdem der Fall gewonnen ist"./hbr/DP/jha