Uniper: Ist dieses Unternehmen zum Scheitern verurteilt?

Donnerstag, 24.11.2016 08:30

Kommentar von Norman Stepuhn

Liebe Leser,

nur zweieinhalb Monate nach dem Börsengang der E.ON Tochter Uniper ist die Situation bekanntermaßen desaströs. Anhand der jüngst vorgestellten Neunmonatszahlen wird dieser Eindruck eher verschärft als endkräftigt.

Währen der ersten neun Monate musste das Düsseldorfer Unternehmen einen drastischen Nettoverlust von 4,2 Milliarden Euro einfahren. Uniper begründet den Verlust mit Abschreibungen auf dessen Gasspeicher und Kohlekraftwerke. Der operative Gewinn fiel mit 1,8 Milliarden Euro im Gegensatz dazu eher übersichtlich aus. Positiv zu erwähnen bleibt lediglich der Zugewinn im Gasgeschäft.

Sparpläne konsolidiert

Um diesen Missständen Herr zu werden, plant Uniper nun eine Rosskur, welche Einsparungen von etwa 400 Millionen Euro zum Ziel hat. Von den Sparplänen betroffen, sind die Bereiche Verwaltung, Einkauf sowie die IT. Betriebsbedingte Kündigungen wollte man nicht gänzlich ausschließen. Des Weiteren sollen Kostensenkungen durch die Stilllegungen von Kraftwerken erreicht werden. Die Hälfte der geplanten Einsparungen solle bereits diesen Jahres erzielt werden.

Der Druck wächst und wächst

Dies lässt den Druck, welcher auf dem noch jungen Unternehmen lastet, mehr als deutlich erkennen. Wie auch die Mutter E.ON muss Uniper mit gefallenen Strompreisen und einem verbissen umkämpfen Markt zurechtkommen. Überdies müssen sich die Düsseldorfer mit Altlasten bei den Kraftwerken herumschlagen – ein Erbe, welches familienintern von E.ON an Uniper weitergereicht wurde.

E.ON hält derzeit noch etwa 47 Prozent an Uniper. Das 2016 gegründete Unternehmen soll Gas- und Kohlekraftwerke sowie den Energiehandel zusammenführen. E.ONs kompletter Anteilsausstieg könnte bereits ab dem Jahre 2018 erfolgen.

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