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UniCredit plant wohl zahlreiche Anteilsverkäufe

Montag, 26.09.2016 18:00 von

Mithilfe zahlreicher Anteilsverkäufe will die HypoVereinsbank-Mutter UniCredit einem Medienbericht zufolge die drohende Kapitalerhöhung relativieren. Eine Bestätigung der Großbank gibt es noch nicht.

Die italienische Großbank UniCredit will die drohende Kapitalerhöhung durch zahlreiche Anteilsverkäufe möglichst klein halten. Bis zu zehn Milliarden Euro sollen zusammenkommen, indem Beteiligungen abgestoßen oder verringert werden, wie zwei mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Montag sagten.

Durch die Ausgabe neuer Aktien sollten dann noch fünf bis sechs Milliarden Euro eingenommen werden. Zum Verkauf stünden unter anderem Beteiligungen am Online-Broker Fineco, der polnischen Bank Pekao und dem Vermögensverwalter Pioneer (Pioneer Aktie).

UniCredit ist Italiens größte Bank und leidet wie viele Rivalen unter der jahrelangen Wirtschaftsflaute im Heimatmarkt. Die Mutter der Münchner HypoVereinsbank hat ein kleineres Kapitalpolster als viele Konkurrenten. Es dürfte zudem durch den geplanten Verkauf von faulen Krediten weiter geschwächt werden, weil solche Darlehen meist unter Buchwert abgestoßen werden und somit zu Verlusten führen.

Die UniCredit wollte sich nicht zu den Informationen äußern.

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