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Unicredit denkt an Kapitalerhöhung

Freitag, 18.11.2016 16:40 von

Die italienische Großbank überprüft derzeit ihre Strategie – und will in vier Wochen das Ergebnis vorstellen. Jetzt bestätigt das Institut: Eine Kapitalerhöhung könnte Teil des Plans sein.

Der italienische Mutterkonzern der Hypo-Vereinsbank, Unicredit, hat erstmals offiziell bestätigt, eine Kapitalerhöhung in Erwägung zu ziehen. Am 13. Dezember wird das Institut eine neue Strategie präsentieren und die Ausgabe neuer Aktien könnte ein Teil des Plans sein, um die Bank zu stärken.

Bislang ist noch keine definitive Entscheidung gefallen, aber die seit Juli laufende Überprüfung umfasst alle wichtigen Bereiche der Bank. Der Fokus soll darauf liegen, wie die Kosten reduziert, die Kapitalstruktur optimiert und die Risikodisziplin verbessert werden könne, teilte das Institut am späten Donnerstagabend mit.

„Als Teil des Ziels der Kapitaloptimierung prüft die Gruppe eine Reihe von Alternative und möglichen Schritten, dazu gehört eine mögliche Kapitalerhöhung“, heißt es in der Stellungnahme.

Der neue Vorstandschef Jean-Pierre Mustier arbeitet daran, das Vertrauen in das als systemrelevant geltende Geldhaus zu stärken, nachdem ein Kurseinbruch der Aktie in diesem Jahr die Hälfte des Börsenwerts aufgezehrt hatte. Italienische Medien hatten berichtet, dass eine Kapitalerhöhung bis zu 13 Milliarden Euro umfassen könnte.

Die Unicredit-Aktie konnte am Freitag einen zwischenzeitlichen Kursverlust von fünf Prozent wieder wettmachen und notierte am Nachmittag unverändert zum Vortag bei 2,00 Euro.

Die Bank versucht derzeit auch, ihre Beteiligung an der polnischen Bank Pekao zu verkaufen. Zwei staatlich kontrollierte, polnische Fonds sind die möglichen Käufer. Eine Einigung soll vor dem geplanten Verfassungsreferendum in Italien am 4. Dezember gefunden werden.

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