UniCredit: Da waren es nur noch zwei?

Dienstag, 29.11.2016 07:00

Kommentar von Hermann Pichler

Lieber Leser,

nach Aussagen von Insidern liegen der italienischen Großbank UniCredit drei konkrete Angebote für die zum Verkauf stehende Vermögensverwaltungstochter Pioneer vor. Europas größter Vermögensverwalter Amundi habe hierbei die höchste Offerte vorgelegt, wie drei mit der Sache vertraute Personen gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters erklärten. Zuletzt kursierten Meldungen, wonach die zur Crédit Agricole gehörende Kapitalanlagegesellschaft insgesamt 4 Mrd. Euro für Pioneer biete. Ursprünglich hatte es geheißen, dass die HypoVereinsbank-Mutter mindestens 3 Mrd. Euro für ihre Fondstochter erzielen möchte. Neben Amundi soll den Insidern zufolge auch ein Konsortium um das italienische Post- und Logistikunternehmen Poste Italiane Chancen auf einen Zuschlag für Pioneer haben. Hingegen habe die australische Finanzgruppe Macquarie wegen eines vergleichsweise geringen Angebots die schlechtesten Karten. Keiner der genannten Übernahmekandidaten wollte zu den Informationen Stellung beziehen.

Pioneer ist der sechstgrößte Vermögensverwalter in Europa mit einem betreuten Kapital von etwa 225 Mrd. Euro. Die in Schieflage geratene UniCredit-Bank versucht unter anderem mit dem Verkauf von mehreren Beteiligungen ihre dünne Kapitaldecke zu stärken. Ebenfalls zum Verkauf stehen die Anteile an der polnischen Bank Pekao. UniCredit ächzt unter den Folgen einer jahrelangen Wirtschaftsflaute in Italien, hinzu kommt das anhaltende Niedrigzinsumfeld und Missmanagement innerhalb des Konzerns. Am 13. Dezember will der neue Bankenchef Jean Pierre Mustier eine umfassende Konzernstrategie präsentieren, wie das strauchelnde Geldhaus wieder profitabel gemacht werden kann. Was den Verkauf von Pioneer anbelangt, gehen die Insider davon aus, dass UniCredit mit der endgültigen Entscheidung wohl bis nach dem mit Spannung erwarteten italienischen Verfassungsreferendum am 4. Dezember warten wird.

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