Ungewollte Kosenamen und anzügliche Sprüche

Freitag, 23.09.2016 21:20 von

Frauen sind in der CDU unterrepräsentiert. Eine junge Berliner Politikerin sieht einen Grund dafür im Sexismus der Partei – speziell ihres Landesverbands. Ihr gegenüber soll der Ton nicht immer anständig gewesen sein.

Die Berliner CDU-Politikerin Jenna Behrends hat Sexismus-Vorwürfe gegen den Landesverband ihrer Partei erhoben. In einem am Freitag auf der Seite des Online-Magazins „Edition F“ veröffentlichten Beitrag schildert Behrends ihre negativen Erfahrungen in der Berliner CDU. Der Landesverband wehrt sich gegen die Vorwürfe.

Auf einem Parteitag der Berliner CDU im Frühjahr habe ein Senator sie als „große süße Maus“ bezeichnet, schreibt Behrends. „Da standen mehrere Leute daneben, die das auch gehört haben“, sagte die Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Dieser Senator soll einen Parteifreund zudem gefragt haben: „Fickst du die?“

Von der Äußerung hatte Behrends nach eigenen Angaben von ihrem Parteikollegen, dem Berliner Abgeordneten Sven Rissmann, erfahren. Dieser äußerte sich im Berliner „Tagesspiegel“ dazu – er will von dem Satz nichts wissen: „Die Wortwahl („Fickst Du die?“) kann ich nicht bestätigen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass diese Worte gefallen sind.“ Die dpa konnte Rissmann nicht für eine Stellungnahme erreichen.

Behrends, Jahrgang 1990, ist am vergangenen Sonntag für die CDU in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) gewählt worden, die Volksvertretung auf Ebene der Berliner Bezirke. 2015 war sie in die Partei eingetreten. In ihrem Text kritisierte die Politikerin den fehlenden Zusammenhalt von Frauen innerhalb der Partei. Gleichzeitig erklärte sie, dass Politik zu wichtig sei, „um sie hauptsächlich alten Männern zu überlassen“.

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