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Ungewöhnliche Ideenfindung

Montag, 21.11.2016 20:00 von

Geld verdienen mit gutem Journalismus? Der zweite Hackathon der Verlagsgruppe Handelsblatt zeigte, wie das funktionieren kann. 36 Stunden hatten die Teilnehmer Zeit, gemeinsam kreativ zu sein und die Jury zu überzeugen.

Mitten im Vortrag stockt Paul Düsberg. Eigentlich wollte er gerade erklären, wie er Nutzer überzeugen möchte, für journalistische Inhalte im Internet zu bezahlen. „Wo ist denn die zweite Belohnung?“, fragt er irritiert und schaut sich um. Etwas verschämt legt der junge Mann neben ihm das süße Teilchen zurück: „Ich wusste nicht, dass du das für den Pitch brauchst“, sagt er. Lachen hallt durch den Konferenzraum.

Konzentriertes, intensives Arbeiten traf beim zweiten „Hackathon“ von Handelsblatt und Wirtschaftswoche auf eine entspannte Atmosphäre. Unter dem Motto „Redesign the Paid Experience“ feilten mehr als 40 Journalisten, Programmierer, Marketing-Experten, Designer, Entwickler und Datenspezialisten eineinhalb Tage im Düsseldorfer Verlagsgebäude an sechs Ideen. Diese bunt gemischte Gruppe sollte Konzepte entwickeln, wie Verlage mit ihrem Angebot in der digitalen Welt künftig Geld verdienen können – eine Herausforderung für die gesamte Branche.

36 Stunden hatten die Teilnehmer Zeit, um gemeinsam kreativ zu sein und am Ende mit ihrer Idee die Jury zu überzeugen – am besten gleich mit einem fertigen Prototypen.

Das Ziel der ungewöhnlichen Ideenfindung in der Verlagsgruppe Handelsblatt beschrieb Sarah Glate, Managerin bei Mitveranstalter Google (Alphabet A Aktie), den Teilnehmern so: „Der Fisch sieht manchmal das Wasser nicht. Ihr seid hier, um Turbulenzen in das Wasser zu bringen, damit man das Wasser sieht und auch fühlt.“ Dass es nicht einfach ist, aus dem angestammten Geschäft heraus neue Ideen zu entwickeln, das wissen nicht nur Verlage. Viele Unternehmen stehen vor der gleichen Herausforderung: die digitale Welt braucht neue Lösungen – und der Weg dahin ist manchmal unkonventionell.

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