Umweltforscher Traube tot - bis zuletzt Interesse an Umweltpolitik

Mittwoch, 07.09.2016 15:11 von

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der langjährige Umweltforscher und Atomkraftgegner Klaus Traube ist an seinem Wohnort im hessischen Oberursel im Alter von 88 Jahren gestorben. "Er war der Energiepolitik bis zuletzt verbunden", sagte Traubes Frau, Cornelia-Katrin von Plottnitz, am Mittwoch. Ihr Mann sei bereits am Sonntag gestorben.

Der ehemalige Atommanager Traube gehörte seit den 70er Jahren zu den profiliertesten Vertretern der Anti-Atomkraft-Bewegung. Er war unter anderem Direktor des Instituts für Kommunale Energiewirtschaft und Energiepolitik an der Universität Bremen und Energie-Sprecher des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Seine nachlassende Gesundheit habe ihn gezwungen, die aktive Arbeit in den vergangenen vier bis fünf Jahren aufzugeben, sagte seine Frau. Er habe aber die Nachrichten zu diesem Thema genau verfolgt. "Gut, dass er endlich mal nicht an die Weltrettung, sondern auch an sich dachte", sagte von Plottnitz über Traubes letzte Jahre. Dennoch habe die Energiepolitik "große Teile seines Lebens bestimmt"./czy/DP/stb