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Überhitzte Akkus schicken Aktie in den Keller

Montag, 12.09.2016 15:40 von

Samsung rät aus Sicherheitsgründen, sein Flaggschiff-Smartphone Galaxy Note 7 besser nicht zu benutzen. Das macht Investoren nervös. Der Aktienkurs des südkoreanischen Konzerns sackte am Montag ab.

Das Debakel um überhitzte Akkus in Samsungs neuem Vorzeigemodell Galaxy Note 7 belastet nun auch den Aktienkurs des Smartphone-Marktführers. Nach dem Ratschlag des Konzerns, die Geräte sicherheitshalber am besten gar nicht mehr zu benutzen, sackte der Kurs am Montag um sieben Prozent ab. „Wenn ein Kunde ein Smartphone kaufen will, kauft er sich jetzt ein iPhone 7, nicht ein Note 7“, sagte Mark Newman, Analyst bei Bernstein Research, der Nachrichtenseite „CNN Money“. Dabei habe Samsung das Debüt bewusst vor Apples Ankündigung der neuen iPhone-Modelle angesetzt und starke Bewertungen erhalten.

Die Kaskade negativer Schlagzeilen wirft jedoch die Frage auf, wie nachhaltig die Probleme mit dem Note 7 das Image von Samsung beeinträchtigen könnten. Nach Berechnungen des „Wall Street Journal“ hatten die Folgen der Rückrufaktion den Börsenwert des Konzerns bereits vergangenen Freitag um 10 Milliarden Dollar (Dollarkurs) sinken lassen.

Die „New York Post“ berichtete am Sonntag zudem, ein sechsjähriger Junge im New Yorker Stadtteil Brooklyn sei mit Verbrennungen ins Krankenhaus gekommen, nachdem ein Note 7 in Flammen aufgegangen sei, während er damit gespielt habe. Das Kind habe Videos auf dem Telefon geschaut, als die Batterie explodiert sei, hieß es.

Wegen potenzieller Überhitzung sollten die Kunden das Gerät am besten gar nicht mehr benutzen, riet Samsung am Wochenende. Das Unternehmen bietet ein umfangreiches Austauschprogramm an. Alle der vermutlich rund 2,5 Millionen betroffenen Geräte sollen ab dem 19. September durch ein neues ersetzt werden.

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