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Twitter: Es bleiben die Übernahmephantasien

Dienstag, 10.01.2017 10:40

Eigentlich sollte man meinen, bei Twitter (WKN: A1W6XZ / ISIN: US90184L1026) laufe es wie geschnitten Brot, schließlich ist Twitter für den gewählten Präsidenten der USA, the @realdonaldtrump so etwas wie die Bundespressekonferenz für Kanzlerin Merkel. Hier macht Trump Politik und hier veröffentlicht er seine Verlautbarungen, egal zu welcher Uhrzeit. Trump hat 19,1 Millionen Follower [ich bin einer davon, schließlich will man ja wissen, was in den USA so läuft] und sein Tweets werden zigtausendfach retweetet und geherzt. Doch was für Journalisten und Politiker sozusagen Pflicht ist, also Leuten wie Trump zu folgen, löst bei der breiten Masse nur Stirnrunzeln aus. Twitter? Was? Warum? Verstehe ich nicht. Höre ich immer wieder [fragt sich auch Twitter-Chef Jack Dorsey].

Ich hingegen finde Twitter ziemlich genial, weil keinen besseren Nachrichtendienst gibt, den man individuell so einfach konfigurieren kann. Man muss nur ein paar Leuten folgen – und schon ist man jederzeit rundum gut informiert über den Bereich, über den man auf dem Laufenden bleiben möchte. Aber so denkt weltweit offenbar nur ein begrenztes Publikum.

Twitter erreicht derzeit 317 Millionen User (drittes Quartal 2016). Im Jahr davor waren es 307 Millionen User. Wachstum in einem Jahr: magere 3 Prozent. Klar, die Börse kann man mit solchen Zahlen nicht glücklich machen. Da hilft es auch nicht, dass die Werbeeinnahmen zuletzt um 6 Prozent auf 545 Millionen Dollar zugelegt haben und Twitter – endlich, endlich – 2017 profitabel werden will. Um das zu erreichen werden, um Kosten zu sparen, weil man nicht wächst, 9 Prozent der Belegschaft gefeuert. Oder die führenden Manager gehen von sich aus, da sie wohl keine Perspektive mehr haben.

Twitter-Chart: finanztreff.de

Sparen als Rettung für einen Techwert? …

Auf www.plusvisionen.de geht es weiter.

SchummEin Beitrag von Thomas Schumm von Plusvisionen.de

Thomas Schumm ist Gründer und Herausgeber von Plusvisionen.de. Autor. Journalist. Früher auch: Reporter, Redakteur oder Chefredakteur. Seit 25 Jahren an der Börse. Bestimmt fast alles an der Börse gehandelt, was es so zu handeln gibt, jetzt aber ruhiger in dieser Hinsicht. Seit 20 Jahren publizistisch im Finanzbereich tätig. Begeistert von Wirtschaft und Börse.

Bildquellen: Thomas Schumm / Pressefoto Twitter