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Türkische Aktien kaufen, wenn Erdoğan poltert

Sonntag, 30.10.2016 17:20 von

Gute Nachrichten liefert die Türkei kaum noch. Dennoch haben sich die Aktienkurse am Bosporus stabilisiert - und einiges spricht dafür, dass sie noch viel Potenzial haben. Über Chancen und Risiken an der Börse Istanbul.

Die Türkei kommt derzeit nicht aus den negativen Schlagzeilen heraus. Gerade erst hat die Ratingagentur Moody’s die Türkei auf Ramsch herabgestuft. Für ein Land, das auf den Zustrom von ausländischem Kapital angewiesen ist, eine bittere Nachricht.

Präsident Recep Erdoğan reagierte darauf wie gewohnt: Er polterte. Die Herabstufung sei ein Fehler, dahinter stecke eine politische Absicht. Ein Investment in die Türkei scheint daher ähnlich sinnvoll wie ein Hauskauf in einem Erdbebengebiet. Und doch – es lohnt sich gerade in diesen Zeiten, einen nüchternen Blick auf das Schwellenland zu werfen.

Denn angesichts der desolaten außen- wie innenpolitischen Lage erweist sich die türkische Wirtschaft als erstaunlich robust und widerstandsfähig: Knapp 2,7 Prozent Wachstum werden dieses Jahr erwartet – trotz eines verlorenen Jahres für die Tourismusbranche. Auch die Börse von Istanbul ist recht stabil geblieben. Seit zwei Jahren pendelt der türkische Leitindex in einem Korridor zwischen 70.000 und 90.000 Punkten. Weder der Bürgerkrieg in Syrien, der Kurdenkonflikt im eigenen Land noch der Putschversuch vom Juli konnten daran etwas ändern. Kaufen, wenn die Kanonen donnern also?

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