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Türkei-Krise und Terrorangst verderben den Sommer

Dienstag, 27.09.2016 10:40 von

Der Reiseveranstalter Thomas Cook sieht sich trotz eines schwächelnden Türkei-Geschäfts auf gutem Weg. Die Buchungen ohne die Türkei liegen den Angaben zufolge um acht Prozent über dem Vorjahr.

Die Terroranschläge in Europa und die Krise in der Türkei haben Europas zweitgrößtem Reiseveranstalter Thomas Cook den Sommer verdorben. Die Zahl der Buchungen sei im Vergleich zum Sommer 2015 um vier Prozent gesunken, teilte das Unternehmen mit Marken wie Neckermann Reisen und der Fluglinie Condor am Dienstag mit. Außer in Großbritannien buchten in allen Regionen weniger Gäste Reisen bei dem Tui-Rivalen. Bei den Kunden aus Deutschland wurde der Veranstalter sechs Prozent weniger Pauschalreisen los als ein Jahr zuvor.

Deutliche Einbußen verursachten vor allem die Krise in der Türkei mit tödlichen Anschlägen und politischen Unsicherheiten sowie die Terrorattacken in Brüssel. In Belgien seien die Reisebuchungen deutlich zurückgegangen, hieß es. Aus Kontinentaleuropa zählte Thomas Cook neun Prozent weniger Kunden und nahm je Reise im Schnitt drei Prozent weniger ein als im Vorjahreszeitraum. Nur die Kunden aus Großbritannien buchten ein Prozent mehr Reisen.

Vorstandschef Peter Fankhauser sieht den Konzern auf Kurs, das im Juli gekappte Gewinnziel für das Ende September auslaufende Geschäftsjahr zu erreichen. Demnach soll der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn (Ebit) 300 Millionen britische Pfund (346 Mio Euro) erreichen. Mit Blick auf die bevorstehende Wintersaison zeigte sich Fankhauser nur für Nordeuropa und Großbritannien optimistisch. In Deutschland erwartet er weiterhin eine nachlassende Nachfrage, vor allem für Ziele in der Türkei.

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