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Ceros Vermögensverwaltung - Türkei 75 Plus 08/09-Bericht

Donnerstag, 10.09.2009 09:36 von

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Das Anlageziel des Türkei 75 Plus Investmentfonds (TUERKEI 75 PLUS) ist die Erzielung eines langfristigen, überdurchschnittlichen Wertzuwachses mit Anlagen im türkischen Wirtschaftsraum, so die Experten der Ceros Vermögensverwaltung.

Das Fondsvermögen werde vorwiegend in Aktien angelegt, die an der Börse in Istanbul zur amtlichen Notierung zugelassen seien. Mindestens 75% des Nettovermögens werde in Werten des ISE 100 Index investiert. Bis zu 25% des Nettovermögens könne in türkische Anleihen oder börsennotierte Aktien, welche nicht Teil des ISE 100 seien, angelegt bzw. in Liquidität gehalten werden. Der Fonds eigne sich für chancenorientierte Anleger.

Der ISE 100 bleibe auch im August der Spitzenreiter seiner Gruppe. Der MSCI Türkei Index habe im Laufe des vergangenen Monats 6,6% erzielt und übertreffe damit die entsprechenden Indices Emerging Markets und Emerging Markets/Middle East/Africa, die bei jeweils -0,2% bzw. +3,4% gelegen hätten.

Die folgenden Faktoren hätten hierbei eine Rolle gespielt: Erstens der in Arbeit befindliche mittelfristige Konjunkturplan, dessen Fertigstellung vor dem Treffen mit dem IWF im Oktober erwartet werde. Zweitens habe die zurückhaltende Position der Zentralbank den Banken erlaubt, die Hypothekenzinsen nahe der kritischen Marke von 1% zu halten und ihnen ein weiters Quartal mit starken Earnings beschert. Drittens hätten die ISE-100-Unternehmen starke Quartalsergebnisse gemeldet, überwiegend besser als die Erwartungen.

Die ausführliche Verlautbarung der Zentralbank zum letzten Geldpolitik-Meeting deute auf eine Erhöhung um mindestens 50 Basispunkte im September hin, was Zweifel an einer kurzfristigen Erholung aufkommen lasse. Dennoch sei ein mittelfristig realistischer Wachstumskurs bei niedrigen Zinsen vorstellbar, sofern es der Regierung gelinge, einen glaubwürdigen Konjunkturplan inklusive fiskalpolitischer Leitlinien vorzulegen, vorzugsweise mit dem Segen des IWF.

Andere aktuelle Herausforderungen seien die derzeitige politische Initiative der Kurden und die Herstellung diplomatischer Beziehungen zu Armenien. Wie diese Probleme bewältigt würden, werde sich entscheidend auf die kommenden Parlamentswahlen in 2011 auswirken. Der türkische Markt werde derweil dem internationalen Trend folgen; das aktuell anspruchsvolle Bewertungsniveau könne hierbei für erhöhte Volatilität sorgen. (Stand vom 31.08.2009) (10.09.2009/fc/a/f)