TTIP muss kommen

Dienstag, 20.09.2016 13:00 von

Die Regierung sollte ein klares Bekenntnis zu TTIP abgeben. Ein Scheitern würde großen Schaden anrichten, fürchten die Ökonomen Marcel Fratzscher und Clemens Fuest. Es gibt einfach keine gute Alternative. Ein Gastbeitrag

Das Transatlantische Handels- und Investitionsabkommen (TTIP) ist eines der wichtigsten Projekte zur Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Europa und den USA seit dem Zweiten Weltkrieg. Dieses Projekt droht zu scheitern. TTIP tatsächlich scheitern zu lassen wäre ein großer wirtschaftspolitischer Fehler. Die Bundesregierung sollte ein klares Bekenntnis zu TTIP abgeben, kritische Punkte klären und in einen offenen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern eintreten.

In den letzten Jahrzehnten hat der wachsende Welthandel den beteiligten Ländern große Wohlstandszuwächse beschert. Deutschland ist einer der größten Gewinner der Globalisierung durch Handel. Die deutschen Exporte machen fast 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus, fast jeder zweite Euro, der in Deutschland erwirtschaftet wird, kommt aus dem Export. Die zahlreichen Freihandelsabkommen und der EU-Binnenmarkt sind die Grundlage für den hohen wirtschaftlichen Wohlstand Deutschlands heute.

Die fallende Dynamik des Außenhandels in den vergangenen Jahren geht einher mit sinkendem globalem BIP-Wachstum, schwachen Investitionen und hartnäckiger Arbeitslosigkeit. Die Weltwirtschaft, vor allem Europa, benötigt dringend neue Wachstumsperspektiven. Deutschland befindet sich derzeit im Vergleich zu anderen EU-Staaten in einer relativ guten Wirtschaftslage, aber es wäre gefährlich, sich auf dem Erreichten auszuruhen.

Ein Gelingen von TTIP bietet die Chance, einen wichtigen Impuls für nachhaltiges Wachstum zu geben. Es würde ein Wirtschaftsraum entstehen, der nahezu 50 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung umfasst. Ökonomische Studien kommen zu dem Ergebnis, dass der Handel zwischen den USA und den EU-Mitgliedstaaten um bis zu 80 Prozent zunehmen könnte; zurzeit wird der Handel vor allem durch nicht tarifäre Handelshemmnisse behindert.

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