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Trump übt Druck auf Firmen aus

Freitag, 02.12.2016 01:00 von

Trump hat US-Firmen mit "Konsequenzen" gedroht, falls sie Jobs wegen niedriger Lohnkosten ins Ausland verlagern. Der gewählte US-Präsident ließ sich in Indianapolis feiern: Dort habe er angeblich 1000 Jobs gerettet.

Der designierte US-Präsident Donald Trump will mit Druck die Verlagerung von Jobs ins Ausland unterbinden. Unternehmen würden die Vereinigten Staaten künftig nicht mehr verlassen, ohne dass dies "Konsequenzen" für sie hätte, sagte Trump am Donnerstag. Er wolle den US-Firmen das Verlassen des Landes "sehr, sehr schwer" machen.

Trump stieß die Drohung bei einem Besuch der Firma Carrier in Indianapolis im Bundesstaat Indiana aus. Er zelebrierte dort mit seinem Auftritt die Ankündigung des Herstellers von Klimaanlagen und Heizungen, auf einen Großteil seiner geplanten Stellenverlagerungen nach Mexiko zu verzichten.

Trump hatte nach eigener Schilderung persönlich bei Firmenchef Greg Hayes interveniert, um die Jobverlagerung zu verhindern - ein für einen gewählten oder amtierenden US-Präsidenten höchst außergewöhnliches Vorgehen.

Carrier gab dann am Dienstag bekannt, dass das Unternehmen rund tausend der für die Verlegung nach Mexiko vorgesehenen 1400 Jobs nun doch in den USA belassen werde. Ein entsprechendes Abkommen sei mit Trump getroffen worden.

Am Donnerstag teilte die Firma dann mit, dass Steuervergünstigungen ein Teil des Deals seien. Der Staat Indiana wird demnach dem Unternehmen über einen Zeitraum von zehn Jahren Steuern in Höhe von sieben Millionen Dollar (Dollarkurs) (6,6 Millionen Euro) erlassen. Der künftige Vizepräsident Mike Pence ist bislang Gouverneur von Indiana.

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