Trump rückt von der Alt-Right-Bewegung ab

Dienstag, 22.11.2016 23:00 von

Die rechtsextreme Alt-Right-Bewegung feierte Trumps Wahlsieg mit Nazi-Sprüchen und Hitlergruß. Das brachte Trump unter Druck. In einem Interview distanzierte er sich – nahm aber ein Sprachrohr der Gruppe in Schutz.

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat sich von der rechtsextremen Alt-Right-Bewegung distanziert, die seinen Wahlsieg mit Nazi-Sprüchen und dem Hitlergruß gefeiert hat. "Ich will dieser Gruppe keinen Auftrieb geben, und ich erkenne diese Gruppe nicht an," sagte Trump am Dienstag der "New York Times".

Insbesondere Trumps Ernennung des ultrarechten Publizisten Stephen Bannon zu seinem Chefstrategen im Weißen Haus hatte zuletzt die Sorgen verstärkt, dass die Alt-Right-Bewegung Einfluss auf die Regierungspolitik gewinnen könnte.

Bannon, der in den vergangenen Monaten die Wahlkampagne des Immobilienmilliardärs geleitet hatte, ist bisher Chef der Website "Breitbart", die als Forum der Alt-Right-Bewegung gilt. Bannon hat das Portal selber einmal als Sprachrohr der rechtsextremen Gruppe bezeichnet.

Trump nahm seinen früheren Wahlkampfchef jedoch nun gegen den Vorwurf der rechtsextremen Gesinnung in Schutz. "Wenn ich glaubte, dass er ein Rassist oder Alt-Right oder irgendeines von diesen Dingen wäre (...), würde ich nicht einmal daran denken, ihn anzuheuern", sagte der designierte Präsident in dem Zeitungsinterview.

Der Druck auf Trump, sich von der Alt-Right-Bewegung zu distanzieren, war in den den vergangenen Tagen auch durch ein Treffen der Gruppierung in Washington verstärkt worden, bei dem die Rechtsextremen den Wahlsieg des rechtspopulistischen Immobilienmilliardärs zelebriert hatten.

Die Versammlung am Samstag war vom National Policy Institute nahe des Weißen Hauses abgehalten worden. Am Montag veröffentlichte das Magazin "The Atlantic" ein Video vom Auftritt des Institutsleiters Richard Spencer, der seine Rede zu Trumps Wahlsieg mit dem Ausruf "Heil unserem Volk! Sieg Heil!" beendete.

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