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Trump rettet Ford-Werk, das nicht gefährdet war

Freitag, 18.11.2016 09:00 von

Den Autokonzern Ford hatte der künftige US-Präsident im Wahlkampf regelmäßig kritisiert: Werke würden nach Mexiko verlagert, Jobs in den USA gestrichen. Ein Werk in Kentucky will Trump jetzt gerettet haben.

Am späten Donnerstagabend New Yorker Ortszeit hat der kommende US-Präsident Donald Trump per Kurznachrichtendienst Twitter von einem Anruf des Verwaltungsratschef von Ford berichtet: Er habe gerade mit seinem Freund Bill Ford telefoniert und gehört, dass ein Werk der Ford-Luxusmarke Lincoln in Kentucky bleiben werde – und nicht nach Mexiko verlagert werde.

Es klingt wie ein erster Erfolg des republikanischen Politikers, noch bevor er sein Amt angetreten hat. Im Wahlkampf hat er regelmäßig Firmen scharf dafür kritisiert, Werke ins Ausland zu verlagern und Stellen in den USA abzubauen. Eines seiner Lieblingsziele war dabei der Autohersteller Ford.

Tatsächlich hat Ford jedoch etwas anderes beschlossen. In dem Werk in Louisville fertig Ford zwei Modelle: den SUV Ford Escape und den Lincoln MKC. Die Produktion des Lincoln-Modells hatte Ford tatsächlich nach Mexiko verlagern wollen, da die Nachfrage nach dem Ford Escape zu groß sei und mehr davon gefertigt werden sollten. „Sie können einfach nicht genug Escapes herstellen“, so ein Gewerkschaftsvertreter zur Detroit Free Press.

Ein Schließen des Werks stand jedoch nie zur Debatte, wie viele Arbeitsplätze in Louisville gefährdet gewesen wären durch einen Umzug der Lincoln-Produktion ist unbekannt. Der Produktionsmix in Louisville bleibt jetzt aber aufrecht erhalten. Die „New York Times“ zitierte aus einer Stellungnahme Fords: „Wir sind ermutigt, dass der gewählte Präsident und der neue Kongress eine Politik verfolgen werden, die die Wettbewerbsfähigkeit der USA verbessern wird und es möglich machen wird, die Produktion dieses Fahrzeugs in den USA zu halten.“

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