Trump muss heftige Kritik einstecken

Mittwoch, 30.11.2016 09:00 von

Nachdem Donald Trump Strafen für das Verbrennen der Nationalfahne geäußert hat, erntet er nun heftige Kritik. Selbst die eigene Partei erinnert an das Grundrecht auf Meinungsfreiheit.

Der designierte US-Präsident Donald Trump ist mit seiner Forderung nach harten Strafen für das Verbrennen der Nationalfahne auch in der eigenen Partei auf Widerspruch gestoßen. Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, erinnerte Trump am Dienstag daran, dass das Verbrennen von Flaggen als Form der freien Meinungsäußerung durch die Verfassung geschützt ist. Der Sprecher von Präsident Barack Obama mahnte Trump zu Respekt für die Grundrechte.

Trump hatte im Kurzbotschaftendienst Twitter gefordert, das Verbrennen der US-Flagge „muss Konsequenzen haben“. Dies könnten der Entzug der Staatsbürgerschaft oder ein „Jahr im Gefängnis“ sein. Das Verbrennen der Fahne ist in den USA bislang straffrei. Das Oberste Gericht hatte im Jahr 1990 geurteilt, dass dieser Akt durch das Recht auf Meinungsfreiheit geschützt ist. Der Entzug der US-Staatsbürgerschaft ist nicht möglich. Trump erläuterte nicht, welcher konkrete Protestakt ihn zu seiner Forderung veranlasste.

Der republikanische Senator McConnell sagte, dass das Fahnenverbrennen zwar eine „unangenehme Form der Meinungsäußerung“ sei. „Wir haben in diesem Land aber eine lange Tradition, unangenehme Meinungsäußerungen zu respektieren.“ Er halte sich an das Urteil des Obersten Gerichts in dieser Frage. Ähnlich wie McConnell äußerten sich auch weitere republikanische Parlamentarier.

Obamas Sprecher Josh Earnest erinnerte Trump daran, dass „wir alle die Freiheit haben, uns so auszudrücken, wie wir es wollen“. Er selbst finde das Flaggenverbrennen zwar auch „anstößig“, sagte Earnest. „Aber wir haben die Verantwortung als Land, unsere Rechte sorgsam zu schützen“, darüber herrsche „überparteilicher Konsens“. In Anspielung auf Trumps Kommunikationsgewohnheiten fügte der Sprecher hinzu, die Meinungsfreiheit ermögliche es natürlich auch, „auf Twitter alles zu sagen, was man denkt“.

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