„Trump hat verloren. Aber er lernt schnell“

Dienstag, 27.09.2016 22:40 von

Das TV-Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump ist für die US-Medien am Morgen darauf das alles dominierende Thema. In zwei Punkten sind sich alle einig: Trump hat verloren, aber die Wahl ist nicht entschieden.

Amerika auf Nabelschau: Die Debatte des Vorabends beherrschte am Dienstagmorgen Frühstücksfernehen, politische Blogs, Twitter und die Titelseiten der lokalen und überregionalen Presse. Rund 80 Millionen Zuschauer hatten laut Nielsen (Nielsen Aktie) Research am Montag die erste Debatte der beiden Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump an den TV-Bildschirmen verfolgt. Dazu kamen Millionen mehr über die zahlreichen Internet-Streamingdienste. Der Twitter-Hashtag #debatenight verzeichnet einen endlosen Strom an neuen Einträgen. Der große Trend: Clinton hat gewonnen, aber nur knapp.

Die Diskussion in den Medien beherrscht in erster Linie „Fact Checking“, die Aufzählung der zahlreichen Lügen und Halbwahrheiten, die die Kontrahenten sich und dem Publikum an den Kopf geworfen haben sollen. Große Medien wie USA Today oder New York Times widmen sich mit Akribie diesem Thema. Einer der am meisten geteilten Beiträge war ein Tweet von Donald Trump aus dem Jahr 2012 zum Klimawandel als angeblich chinesische Erfindung.

Kommentatoren wie Paul Krugman bei der New York Times beschäftigt bereits die Frage, wie es überhaupt so weit kommen konnte, dass die beiden Kandidaten nicht nur debattieren, sondern auch noch so eng beieinanderliegen. Dan Balz, Chefkorrespondent der Washington Post konstatiert, dass die Trump-Befürworter mit der harten Wahrheit leben müssen, die der Montag gezeigt habe: Ihr Kandidat ist unberechenbar, volatil und von seinen Instinkten gesteuert. Eine Sicht, die andere Medien teilen, die sich mit dem teilweise ziellosen und sprunghaften Verhalten Trumps während der 90-minütigen Debatte auseinandersetzen.

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