Trump auf allen Kanälen

Montag, 24.10.2016 11:20 von

Die rechte Meinungsplattform hat sich rasant entwickelt und im US-Wahlkampf massiv Einfluss genommen. Nach der Präsidentschaftswahl könnte sie sogar der Nukleus sein für Trump-TV: Einen Medienkonzern am ganz rechten Rand.

Als Andrew Breitbart, aufgewachsen als Sohn linksliberaler Adoptiveltern in Los Angeles, 2007 eine Website unter seinem Namen gründete, wollte er damals schon hoch hinaus. Begonnen hatte er seine Medienkarriere als Blogger für Matt Drugde, dessen Website Drudge Report als eines der ersten Medien der USA über den Lewinsky-Skandal um Bill Clinton berichtet hatte. Breitbart sah sich als kultureller Linker. „Ich höre linke Musik und kaufe Bio bei Whole Foods ein“, erzählte er einmal. Doch politisch war er stramm rechts.

Auch seine Website begann als antiautoritäre, rechtspopulistische Kritik an „denen da oben“, die die „echten Amerikaner“ hinters Licht führten, mit „Big Government“, „Big Hollywood“ und „Big Media“. Sie richtete sich nicht nur gegen die Demokraten – Breitbart stürzte den Kongressabgeordneten Anthony Weiner, als er dessen anzüglichen Tweet veröffentlichte – , sondern auch gegen etablierte Republikaner. Und ihre Medien. Im diesjährigen Wahlkampf ging die Website vor allem den Trump-Konkurrenten Ted Cruz hart an. Trump selbst wurde hofiert.

Andrew Breitbart starb 2012 an einem Herzinfarkt, doch sein Name und seine Mission leben weiter: Breitbart News Network wird heute den sogenannten Alt-Right zugerechnet, einer Bewegung aus jungen weißen Rechten mit antisemitischen Untertönen, und es hat sich zu einem Konglomerat aus Webseiten und Fernsehen entwickelt. Aber nun könnte noch mehr daraus werden: Der Nukleus eines Trump-Medienkonzerns.

Trump dementierte die Pläne

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