Trotz Star-Investor Icahn: Trumps Mega-Casino macht dicht

Donnerstag, 13.10.2016 16:01 von

Das „Trump Taj Mahal“ in Atlantic City.
Das „Trump Taj Mahal“ in Atlantic City. - © Shutterstock.com / Sean Pavone
Das „Trump Taj Mahal“, einst Vorzeigeobjekt des republikanischen Präsidentschaftskandidaten, muss schließen – ein unrühmliches Ende für Trumps Glücksspiel-Investments.

"Wichtige Mitteilung: Trump Taj Mahal wird am Montag, den 10. Oktober 2016 um 5:59 Uhr geschlossen. Casino und Hotelbetrieb werden eingestellt." Diese Mitteilung hat der von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump einst aus der Taufe gehobene Komplex in Atlantic City auf seiner Homepage www.trumptaj.com veröffentlicht. Das Trump Taj Mahal macht dicht - ein weiterer Rückschlag für den Immobilienmanager.

Atlantic City war einst neben Las Vegas das Glücksspiel-Eldorado Amerikas. Mit der Finanzkrise und der Legalisierung des „Gamblings“ in anderen US-Bundestaaten begann der wirtschaftliche Niedergang der Stadt an der Ostküste. Jetzt fällt mit dem Trump Taj Mahal ein weiteres Prestigeobjekt dieser Entwicklung zum Opfer.

3.000 Mitarbeiter ohne Job

Donald Trump, umstrittener Kandidat der Republikaner im US-Präsidentschaftswahlkampf, bezeichnete das Casino einst als „achtes Weltwunder“. Das war 1990, als die aufstrebende Glücksspiel-Hochburg Atlantic City zahlreiche Investoren anlockte. Für Trump galt das Taj Maha“ als Aushängeschild seiner Casino-Sparte. Doch angesichts schlechter Geschäftszahlen trat der Milliardär 2009 den Rückzug an und übertrug seine restlichen Anteile im Frühjahr 2016 an den Star-Investor Carl Icahn. Icahn investierte nach Medienberichten 350 Millionen Dollar in das „Trump Taj Mahal“ – wie sich jetzt zeigt, ohne Erfolg: Letztendlich führte offenbar ein Konflikt zwischen dem Investor und der Gewerkschaft um Sozialleistungen zur jetzt vollzogenen Schließung des Casinos, wie in mehreren Berichten zu lesen ist. Während die 3.000 Mitarbeiter nun ohne Job dastehen, dürfte Icahn den Verlust seines Investments verschmerzen können. Der New Yorker zählt laut Forbes aktuell zu den reichsten 50 Menschen der Welt.

Schließung kratzt auch am Image von Trump

Obwohl Donald Trump nicht mehr direkt in dem nun geschlossenen Etablissement investiert ist, bleibt nicht zuletzt wegen des Namens die Verbindung zwischen dem Trump Taj Mahal und seiner Person tief im Gedächtnis der US-amerikanischen Öffentlichkeit verankert. Trump inszeniert sich gern als erfolgreicher Selfmade-Milliardär. Das mit der Taj Mahal-Schließung nun endgültige Scheitern des von ihm initiierten Glücksspiel-Imperiums dürfte diesem Image einen Kratzer verpassen.