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Trotz Jobverlusten bei Volkswagen: VW-Betriebsratschef zeigt sich optimistisch

Mittwoch, 30.11.2016 13:02 von

Ein VW e-Golf bei der Internationalen Automobilausstellung in Detroit.
Ein VW e-Golf bei der Internationalen Automobilausstellung in Detroit. - © istockphoto.com / edaldridge
Auf VW kommen drastische Umwälzungen zu. Heute setzt sich die Betriebsversammlung mit den Konsequenzen des „Zukunftspakts“ auseinander.

In Wolfsburg findet zur Stunde die erste Betriebsversammlung seit Bekanntgabe der neuen Zukunftsstrategie statt. Der sogenannte „Zukunftspakt“ sieht unter anderem die Streichung von weltweit 30.000 Stellen vor – davon allein 23.000 am Standort Deutschland. Mit den Reformen will sich der Volkswagen-Konzern, der im internationalen Wettbewerb unter Druck steht, neu aufstellen. Die neue Strategie sieht Kostensenkungen bei Personal und Produktion sowie eine Offensive auf dem Markt der Elektromobilität vor.

Wolfsburg wird Produktionsstandort für E-Autos

Laut einer dpa-Meldung äußerte sich VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh bei der heutigen Versammlung angesichts des Konzernumbaus optimistisch: Der „Zukunftspakt“ sei laut Osterloh ein „wichtiges Signal für den Standort Deutschland“. Der Betriebsratschef hob in seiner Rede die Entwicklungen im Bereich der E-Autos hervor, die seiner Meinung nach auch die deutschen Produktionsstandorte stärken würden. Man habe, so Osterloh, „die Produktion von zwei Elektrofahrzeugen in die deutschen Werke geholt.“ Auch der erste Elektro-SUV von VW werde ab 2020 in Wolfsburg hergestellt.

Weniger Personal in der Produktion, neue Jobs im IT-Bereich

Die zahlreichen Stellenstreichungen in Deutschland will Volkswagen ohne betriebsbedingte Kündigungen über die Bühne bringen – stattdessen soll Personal mithilfe von Altersteilzeit-Regelungen abgebaut werden. Dem Stellenabbau stehen außerdem neue Jobs im IT-Bereich gegenüber. VW plant die Schaffung von 9.000 Stellen im Software-Bereich – unter dem Strich gehen in Deutschland daher nicht 23.000, sondern 14.000 Arbeitsplätze verloren. Die nicht-öffentliche Betriebsversammlung läuft seit heute Morgen. Dabei sollen Vertreter aus Management, Betriebs- und Aufsichtsrat mit den VW-Beschäftigten über die Pläne zum Konzernumbau diskutieren.