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Total investiert in Gasfeld vor iranischer Küste

Dienstag, 08.11.2016 16:20 von

Total will rund zwei Milliarden Dollar (Dollarkurs) in die Entwicklung eines Gasfeldes vor der iranischen Küste investieren. Es ist die erste Investition eines westlichen Konzerns in den Energiesektor seit Aufhebung der Sanktionen.

Erstmals seit Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen den Iran investiert wieder ein westlicher Konzern in den Energie-Bereich des rohstoffreichen Landes. Der französische Öl- und Gas-Riese Total (Total Aktie) erklärte am Dienstag, eine Grundsatzvereinbarung mit dem staatlichen iranischen Energiekonzern NIOC unterzeichnet zu haben. Dabei gehe es um die Entwicklung des Gasfeldes South Pars vor der iranischen Küste. Zunächst würden in das Projekt SP11 rund zwei Milliarden Dollar investiert. Das dort geförderte Gas werde in das iranische Netz eingespeist.

Total spielt traditionell eine wichtige Rolle in der iranischen Energie-Industrie. Allerdings hatte der Konzern das Land verlassen, nachdem der Westen 2010 im Zuge des Atomstreits Sanktionen beschloss. Anfang 2016 wurden die Strafen nach einer Einigung aber weitgehend wieder aufgehoben. Seitdem versuchen westliche Firmen, an Aufträge aus dem Iran zu kommen. Die Finanzierung ist allerdings kompliziert, weil sich die USA hohe Strafen gegen geldgebende Banken vorbehalten. Die Europäer hoffen auf Erleichterungen, sollte Hillary Clinton die US-Wahlen gewinnen.

Total hält an SP11 nach eigenen Angaben 50,1 Prozent. Der staatliche chinesische Energie-Riese CNPC ist mit 30 Prozent beteiligt, eine Tochter der iranischen NIOC mit 19,9 Prozent. SP11 soll täglich Gas in einem Volumen fördern, das 370.000 Fass (1 Fass = 159 Liter) Öl (Rohöl) entspricht.

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