Tom Blades schließt erste Baustellen

Donnerstag, 10.11.2016 12:20 von

Der Bau- und Industriedienstleister Bilfinger (Bilfinger Aktie) steckt in der tiefsten Krise der Unternehmensgeschichte. Chef Tom Blades kommt mit der Sanierung des Konzerns voran – doch bislang bleibt er eine Gesamtstrategie schuldig.

Die wichtigste Nachricht in dem am Vormittag vorgelegten Zwischenbericht des MDax-Unternehmens Bilfinger hat nichts mit Zahlen zu tun. Es ist die Information, dass der Konzernvorstand um Chef Tom Blades seine endgültige Strategie erst am 14. Februar kommenden Jahres präsentieren wird. Geplant war, dass die Marschrichtung noch im laufenden Jahr festgezurrt werde. Doch Blades braucht, so ist zu hören, wohl noch etwas Zeit für die Detailarbeit.

Zeit, die ihm die Investoren offensichtlich auch geben wollen. Denn auch ohne eine abschließende Strategie ist es dem schwer angeschlagenen Industriedienstleister in den zurückliegenden Monaten gelungen, zumindest einen Teil des Vertrauens der Kapitalmärkte zurückzugewinnen, das vier Gewinnwarnungen in Folge zerstört hatten. Seit dem Tiefstand der Aktie im Juli (rund 25 Euro) hat sich der Kurs des Papiers um mehr als 50 Prozent verbessert.

Auch am Donnerstagvormittag kletterte die Aktie um mehr als ein Prozent nach oben. Am Morgen hatte das Unternehmen seinen Bericht zum dritten Quartal präsentiert. Der zeigt auf der einen Seite, dass sich Bilfinger weiter im Umbruch befindet. Zwar weist der Dienstleister für den Zeitraum Juli bis September einen Gewinn von 457 Millionen Euro aus, nach einem Verlust von 76 Millionen Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Doch dieses Plus ist vor allem auf den Verkauf der Immobiliendienstleistungen an den Finanzinvestor EQT (EQT Aktie) zurückzuführen. Er spült dem Unternehmen in diesem Jahr 534 Millionen Euro in die Kasse.

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