Top-Thema

18:04 Uhr +2,04%
Aktien Frankfurt Schluss: Dax trotzt Italiens Nein zur Verfassungsreform

Tief in den roten Zahlen

Donnerstag, 03.11.2016 08:40 von

Von einem Milliardengewinn für 2016 spricht bei der schrumpfenden Commerzbank (Commerzbank Aktie) schon lange keiner mehr. Nach einem Gewinneinbruch im ersten Halbjahr stimmt das Management für das dritte Quartal auf rote Zahlen ein.

Der geplante Radikalumbau hinterlässt bereits deutliche Spuren in der Bilanz der Commerzbank. Wegen angekündigter Abschreibungen von 700 Millionen Euro ist das Institut nach Schätzungen von Analysten im dritten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht. Darüber hinaus dürften die Niedrigzinsen und eine gestiegene Vorsorge für faule Kredite weiter belastet haben. An diesem Freitag (4. November) legt das teilverstaatlichte Geldhaus seine Zwischenbilanz für das Sommerquartal vor.

Analysten rechnen laut von der Bank veröffentlichten Schätzungen mit einem Nettoverlust von knapp 500 Millionen Euro, vor einem Jahr hatte das Institut im dritten Quartal noch 230 Millionen Euro verdient. Hauptgrund sind die im Zuge der neuen Strategie angekündigten Wertberichtigungen im Handelsgeschäft, das die Bank deutlich verkleinert.

Der seit Mai amtierende Vorstandschef Martin Zielke will die Commerzbank in den nächsten Jahren auf zwei Geschäftsfelder konzentrieren: Privatkunden und Firmenkunden. Dazu spaltet er die Mittelstandssparte auf. Das Großkundengeschäft wird mit dem Investmentbanking zusammengeführt, kleinere Unternehmenskunden sollen dagegen künftig vom Privatkundenbereich betreut werden.

So will das Management Kosten und Risiken reduzieren. Damit reagiert das Institut auf die Belastungen durch die Niedrigzinsen und die immer strengeren Regeln der Aufsicht, die zahlreiche Geschäfte weniger lukrativ machen.

Verbunden ist der Umbau mit der Streichung von 9600 der zuletzt gut 45.000 Vollzeitstellen bis zum Jahr 2020. Weil die Bank zugleich 2300 neue Arbeitsplätze in Einheiten im In- und Ausland schaffen will, sollen unter dem Strich 7300 Vollzeitstellen wegfallen.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.