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Textilkette Wöhrl rechnet bald mit Investoren

Montag, 28.11.2016 19:00 von Handelsblatt

Hoffnungsschimmer bei der Textilkaufhauskette Wöhrl: Bald könnte ein Investor einsteigen. Doch das Unternehmen kämpft immer noch mit hohen Kosten und einer starken Konkurrenz.

Die Textilkaufhauskette Wöhrl erwartet bald Kaufangebote von potenziellen Investoren. „Ich rechne damit, dass in zwei Wochen die Angebote von Finanzinvestoren und strategischen Investoren vorliegen”, sagte Christian Gerloff, Chief Restructuring Officer des Nürnberger Unternehmens, in einer Telefon-Pressekonferenz. Von ursprünglich 170 angesprochenen Investoren sei er jetzt „mit einer Hand voll Unternehmen in fortgeschrittenen Gesprächen”. Er hofft, dass die Entscheidung für einen Investor noch bis Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres fällt.

Die Textilkette Wöhrl hatte Anfang September ein sogenanntes Schutzschirmverfahren beantragt, das einen vorübergehenden Schutz vor der Vollstreckung von Gläubigerforderungen gewährt. Außerdem rückte Aufsichtsratschef Andreas E. Mach an die Vorstandsspitze und verdrängte dort aus der Eigentümerfamilie Olivier Wöhrl, der den Posten des Chief Strategic Officer übernahm. Insolvenzexperte Christian Gerloff von der Kanzlei Gerloff Liebler in München wurde Chief Restructuring Officer.

Zum 1. Dezember hat das Unternehmen nun den Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Das heißt: Das Management will die Textilkette in Eigenregie sanieren. Wie die weitere Sanierung aussehen wird, hängt auch von den Plänen der künftigen Investoren ab. Kommt ein strategischer Investor aus der Modebranche zum Zug, braucht Wöhrl künftig eine kleinere Verwaltungszentrale, weil der neue Gesellschafter einen Teil der Aufgaben selbst übernimmt. Klar ist nur, dass es schnell gehen muss. Zwar reicht die Finanzierung laut Gerloff noch bis ins neue Jahr hinein. Doch Wöhrl müsse bald aus dem Insolvenzverfahren herauskommen, „weil es dem Geschäftsbetrieb nicht gut tut”.

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