Sylvie Matherat will den Managern Regeln beibringen

Freitag, 23.09.2016 20:00 von

Regulierungsvorstand Sylvie Matherat will bei der Deutschen Bank verdächtige Geschäfte früher aufspüren. Es sei besser, richtig aufzuräumen, auch wenn es dauere und nicht einfach sei. Die Händler seien auch in der Pflicht.

Neun Jahre nach dem Ausbruch der Finanzkrise hat die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) noch immer alle Hände voll zu tun mit Aufräumen. „Das aktuelle Management-Team will keine schnellen, einfachen Lösungen“, sagt Regulierungsvorstand Sylvie Matherat der Nachrichtenagentur Reuters in einem am Freitag veröffentlichten Interview. „Es ist besser, richtig aufzuräumen. Aber das dauert eben und ist nicht ganz einfach“, betont die 54-jährige Französin. Dieser Weg sei steinig. Allein bis ihr Bereich komplett aufgebaut sei, werde es noch mindestens ein weiteres Jahr brauchen.

Die Herausforderungen sind vielfältig: Wegen Tricksereien auf dem amerikanischen Immobilienmarkt droht Deutschlands größtem Geldhaus eine Rekordstrafe in den USA – und das ist nur eine von Hunderten Rechtsstreitigkeiten. Zudem muss die Bank ihr zerrüttetes Verhältnis zu den Aufsichtsbehörden reparieren und allen Mitarbeitern deutlich machen, dass die Einhaltung von Regeln (Compliance) wichtig ist. „Es ist eine recht neue Entwicklung, dass Regulierungs- und Compliance-Themen direkt bei einem Vorstandsmitglied verankert sind“, sagt Matherat. „Die gesamte Branche muss verstehen, dass das zum Paket einfach dazugehört. Es ist kein ‚nice to have‘. Es ist Teil der Lizenz, Geschäfte zu machen.“

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.