Studie sieht großes Potenzial für dezentrale Energieerzeugung

Montag, 26.09.2016 18:42 von

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Ungefähr die Hälfte aller EU-Haushalte könnte laut einer aktuellen Studie bis zum Jahr 2050 an der Erzeugung erneuerbarer Energie beteiligt sein. Sowohl die eigene Produktion als auch die Mitgliedschaft in einer Genossenschaft sind dabei berücksichtigt. Die Untersuchung des niederländischen Forschungsinstituts CE Delft wurde am Montag in Brüssel veröffentlicht.

Auftraggeber waren die Umweltschutzorganisationen Greenpeace und Friends of the Earth sowie Branchenverbände für erneuerbare Energien. Nach eigenen Berechnungen der Auftraggeber könnten so 45 Prozent des Energiebedarfs der EU-Staaten abgedeckt werden.

Die Studie beschreibt nach Angaben von Greenpeace ein Szenario, bei dem der verfügbare Raum (etwa auf dem Hausdach) zur Energieerzeugung durch Wind und Sonne genutzt wird. Auch Schätzungen dazu, wie viel Geld Privatleuten für Investitionen zur Verfügung steht, fließen ein. Vorteilhafte politische Rahmenbedingungen gehören ebenfalls zu den Annahmen. Die Auftraggeber plädieren für eine Stärkung privater Energieerzeugung - auch in der Annahme, dass dies die Akzeptanz für erneuerbare Energien steigert./hrz/DP/tos