Studie: Im öffentlichen Dienst fehlen mehr als 100 000 Stellen

Mittwoch, 16.11.2016 11:54 von

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Im öffentlichen Dienst herrscht einer Studie zufolge akuter Personalmangel. Vor allem in Kitas, Schulen, der Finanzverwaltung und bei der Polizei fehlten Arbeitskräfte, heißt es in dem Gutachten, das vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in Auftrag gegeben wurde. "Um alle anstehenden Aufgaben angemessen erfüllen zu können, müsste der deutsche Staat in den kommenden Jahren mindestens 110 000 neue Fachkräfte einstellen - zusätzlich zu den rund 115 000 Stellen, die jedes Jahr aus Altersgründen neu besetzt werden müssen", schreibt der Finanzexperte Dieter Vesper.

Bis 2009 wurden den Berechnungen zufolge im öffentlichen Dienst kontinuierlich Arbeitsplätze abgebaut. Danach seien zwar wieder Stellen geschaffen worden, die Folgen der Schrumpfkur aber noch nicht überwunden. Laut der am Mittwoch veröffentlichten Studie fehlen allein in Kitas 42 000 Stellen, in der Finanzverwaltung 35 000 und bei der Polizei 15 000./amr/DP/jha