Studie: Aufschwung am EU-Arbeitsmarkt kommt nicht bei allen an

Montag, 14.11.2016 06:21 von

GÜTERSLOH (dpa-AFX) - Der Anteil der Menschen, die trotz eines Vollzeitjobs von Armut bedroht sind, ist in Europa laut einer Studie gewachsen. Nach einer am Montag vorgestellten Studie zur sozialen Gerechtigkeit ("Social Justice Index 2016") stieg ihr Anteil im vergangenen Jahr auf 7,8 Prozent; 2013 lag er noch bei 7,2 Prozent. Auch wenn die EU-Staaten sich langsam von den Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise erholten, komme der Aufschwung am Arbeitsmarkt nicht bei allen Menschen an, so die Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh.

Zwar sei der Negativtrend der vergangenen Jahre bei der Bewertung der sozialen Gerechtigkeit in den 28 Ländern der Europäischen Union gestoppt. Der Index, der 2014 mit 5,62 seinen Tiefpunkt erreicht hatte, stieg 2016 im EU-Schnitt auf 5,75. Vor der Wirtschaftskrise 2008 lag er noch bei 6,60. Aber noch immer sei mit 118 Millionen jeder vierte EU-Bürger von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, heißt es in der Studie./lic/DP/zb