Ströer gerät wieder unter heftigen Beschuss

Freitag, 23.09.2016 13:55

Kommentar von Mark de Groot

Lieber Leser,

am Mittwoch erschien im Fachblatt „Euro am Sonntag“ ein Artikel über Ströer, der die Vorwürfe von Muddy Waters aus dem April zu bestätigen schien. Damals war die Ströer-Aktie binnen eines Tages (21.4.) um knapp 17 % abgestürzt. Bis Anfang Mai summierten sich die Kursverluste auf 21 %. Nun scheint ein ähnlicher Absturz im Gange zu sein, auch wenn die Ausmaße vielleicht nicht ganz so dramatisch ausfallen werden.

Von Panik will ich noch nicht sprechen, aber …

In der vergangenen Woche hatte die Ströer-Aktie noch stabil über 41 Euro notiert, obwohl das Papier bereits am Freitag einen fatalen Drall gen Süden offenbarte. Von Freitag (16.9.) bis zum Donnerstag (Stand 16:15 Uhr) verlor der Kurs rund 6,5 %. In den Orderbüchern tauchten viel mehr Verkaufs- als Kaufangebote an. Ich will noch nicht von Panik sprechen. Aber es wollten definitiv mehr Anleger raus als rein in die Aktie.

Leerverkäufer nach wie vor in Stellung

Im April hatten die Leerverkäufer kräftig am Kursverfall mitverdient. Am Mittwoch waren die Shortseller mit Positionen in Höhe von insgesamt noch 7,73 % vertreten. Die letzte Positionserhöhung erfolgte am 16.9, als Third Point seine Stellung von 1,63 % auf 1,71 % ausbaute. Die fünf investierten Hedgefonds (Third Point, Lansdowne, Blue Ridge, Valiant, Thélème) dürften also derzeit kräftig abkassieren.

Welche Kritikpunkte äußerte „Euro am Sonntag“?

Zusammengefasst lauteten die Kritikpunkte von „Euro am Sonntag“ wie folgt:

  • Die Nettoerträge stagnieren trotz Umsatzzuwachs.
  • Die Synergieeffekte werden nachlassen.
  • Ströer ist auf Gedeih und Verderb auf weiteres Wachstum und damit Zukäufe angewiesen.
  • Der Cashflow ist ungenügend, um dies zu finanzieren.
  • Ströer hat seine Nettoverschuldung um 57 % erhöht = Wachstum auf Pump.

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