Streik bei der Lufthansa auch am Freitag

Mittwoch, 23.11.2016 18:20 von

Auch am Freitag will die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit bei der Lufthansa (Lufthansa Aktie) streiken. Dann soll die Kurzstrecke bestreikt werden.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) verlängert ihren Streik bei der Lufthansa um einen weiteren Tag. Am Freitag sollen die Kurzstrecken bestreikt werden, teilte die VC am Mittwochabend in Frankfurt mit.

Die Lufthansa hatte zuvor angekündigt, wegen des Pilotenstreiks auch am Donnerstag viele Verbindungen aus dem Flugplan zu nehmen. Insgesamt werden an dem Tag 912 Flüge ausfallen, darunter 82 auf der Langstrecke, wie die Lufthansa am Mittwoch mitteilte.

Zuvor hatten die deutschen Flughäfen mittgeteilt, dass sie Schäden in Millionenhöhe wegen des Streiks der Lufthansa-Piloten und des Kabinenpersonals bei Eurowings befürchten. Die Airports seien inzwischen immer häufiger Schauplatz von Tarifauseinandersetzungen, kritisiert der deutsche Flughafenverband ADV: „Diese Entwicklung ist nicht akzeptabel und geht weit über das vertretbare Maß hinaus“, sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Die zunehmenden Streiks schadeten dem Flughafenstandort Deutschland und dem Image des Luftverkehrs. Die Airports würden sich ohnehin in einem „sehr angespannten wirtschaftlichen Umfeld“ bewegen, sagte Beisel weiter. Streikbedingte Flugausfälle bedeuteten unnötige zusätzliche Belastungen.

Die Lufthansa drängt die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) zu einer Vermittlung. „Wir sagen: Wir müssen die Schlichtung haben“, sagte Lufthansa-Sprecher Martin Leutke im ZDF-„Morgenmagazin“. Er warf der VC vor, sie sei „offenbar mehr an einer Eskalation interessiert als an einer zielorientierten Lösung des Konflikts“.

Zugleich betonte das Unternehmen seine Bereitschaft zu neuen Tarifverhandlungen. Doch der Tarifstreit scheint derzeit festgefahren: Die Gewerkschaft drohte mit einer Fortsetzung des Arbeitskampfs.

Trotzdem versucht die Lufthansa die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit unter finanziellen Druck zu setzen. Eine zwischenzeitlich ruhende Schadenersatzklage über 60 Millionen Euro werde nun wieder weiterverfolgt, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch in Frankfurt.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.