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Standard & Poor's: 2017 könnte Rückkehr der Eurozonen-Inflation einläuten

Montag, 09.01.2017 11:57 von

LONDON (dpa-AFX) - Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) erwartet in der Eurozone den stärkste Anstieg der Verbraucherpreise seit Jahren. "Das Jahr 2017 könnte die Rückkehr der Inflation in Europa markieren", hieß es in einer am Montag veröffentlichten Studie von S&P. Als Grund nannten die Experten eine Kombination aus steigenden Ölpreisen und einem starken US-Dollar, der importierte Waren teurer macht. Trotz der anziehenden Inflation dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) demnach aber weiter an ihrer extrem lockeren Geldpolitik festhalten.

Im ersten Quartal des neuen Jahres könnte die Inflation in der Eurozone in der Spitze bis auf etwa 1,5 Prozent steigen, hieß es in der Studie. Zuletzt hatte die Teuerung im Dezember mit 1,1 Prozent den höchsten Stand seit über drei Jahren erreicht. Ohne die Berücksichtigung der schwankungsanfälligen Preise für Energie und Nahrungsmittel dürfte die sogenannte Kernrate der Verbraucherpreise aber nicht spürbar über die Marke von 1,0 Prozent steigen, schrieben die S&P-Experten weiter.

Durch die anziehende Inflation wird die EZB in den kommenden Monaten nach Einschätzung der Ratingagentur stärker unter Druck geraten. Die Notenbank versucht seit geraumer Zeit mit einer beispiellosen Geldflut die Teuerung näher an das anvisierte Ziel von knapp zwei Prozent zu bewegen. Erst dann sehen die Währungshüter die Stabilität der Währung als gewährleistet an. In den vergangenen Jahren hatte eine zum Teil negative Inflationsrate zeitweise die Sorge vor einer gefährlichen Deflation geschürt, wobei sinkende Preise zu einer ernsten Gefahr für die weitere konjunkturelle Entwicklung werden können.

Mit der aktuellen Rückkehr der Inflation verstärkt sich die Kritik an der lockeren Geldpolitik der EZB und vor allem in Deutschland werden Forderungen nach einer strafferen Geldpolitik mit steigenden Zinsen laut. Trotz der anziehenden Inflation geht S&P aber davon aus, dass die EZB noch "für eine lange Zeit" ihre lockere Geldpolitik fortsetzen wird. Wichtig sei für die Währungshüter, dass die Kerninflation voraussichtlich gedämpft bleibe. Vor diesem Hintergrund könnte die EZB den allgemeinen Preisanstieg als zeitlich begrenzt einschätzen und bei der Bewertung der Inflation die Ölpreisentwicklung ausklammern./jkr/tos/stb