Top-Thema

Stahlkonzern will neues Sparpaket schnüren

Donnerstag, 08.09.2016 15:40 von

Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine hat ein neues Sparpaket angekündigt. Geplant sind Kostensenkungen in dreistelliger Millionenhöhe. Die Branche kämpft mit Überkapazitäten und Billigimporten aus China.

Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine will unter dem Druck der Branchenkrise erneut auf die Kostenbremse treten. Nach dem Ende März auslaufenden milliardenschweren Sparprogramm solle es weitere Einsparungen geben. „Es wird mit Sicherheit ein Nachfolgepaket geben. Wir haben in den Divisionen die Gespräche darüber begonnen“, sagte Konzernchef Wolfgang Eder am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Geplant seien Kostensenkungen in in dreistelliger Millionenhöhe.

Die Schwerindustrie um Thyssen-Krupp und Weltmarktführer Arcelor-Mittal kämpft seit Jahren mit Preisdruck, Überkapazitäten und Billigimporten aus China. Voestalpine macht als Hersteller von Röhrenblechen für Pipelines auch eine maue Nachfrage aus der Ölindustrie zu schaffen. Nach einem Gewinneinbruch zum Jahresauftakt rechnet Eder mit keinem weiteren Rückgang.

Das bis Ende September laufende traditionell schwache zweite Quartal sollte das Niveau des ersten Quartals erreichen oder auch darüber liegen, kündigte der Firmenchef an. Insgesamt werde die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2016/17 deutlich stärker sein als die erste, bekräftigte er. Der Öl- und Gasbereich sollte im Verlauf der zweiten Jahreshälfte den Boden erreicht haben.

An den Zielen für das Geschäftsjahr 2016/17 hält Eder fest. Die operative Ergebnisse Ebit und Ebitda sollen etwa stabil bleiben. Unterstützung erwartet Eder, der auch Weltstahlpräsident ist, von steigenden Stahlpreisen. „Es sieht danach aus, dass wir aufgrund einer anziehenden Nachfrage und steigender Rohstoffpreise im Verlauf des Herbstes auch mit steigenden Stahlpreisen rechnen können“, sagte der Stahl-Manager. Erstmals seit fünf Jahren würden die Stahlpreise nach dem Sommer nicht einbrechen. Arcelor-Mittal kündigte laut Eder an, ab dem vierten Quartal die Preise um 40 Euro je Tonne zu erhöhen.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.