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Stahlhersteller sehen leichten Hoffnungsschimmer

Dienstag, 08.11.2016 17:20 von

Autohersteller und Bauindustrie ordern kräftig, die Kapazitäten sind gut ausgelastet. Doch die grundlegenden Probleme wie die chinesischen Überkapazitäten oder verschärfte Klimaauflagen belasten die Branche weiterhin.

Es gibt sie noch, die guten Nachrichten aus der deutschen Stahlindustrie. Abseits der vielen Krisenszenarien hat eine unverändert gut laufende Konjunktur in vielen Abnehmerbranchen die Nachfrage nach Blechen, Trägern und Rohren beflügelt. Angeschoben von der stark expandierenden Bauindustrie zogen die Bestellungen in den ersten acht Monaten deutlich um fünf Prozent an. Insbesondere die Bestellungen aus der Autoindustrie bleiben hoch, die allein rund ein Viertel der Produktion von Thyssen-Krupp und anderen Stahlherstellern abnimmt.

Der Maschinenbau als dritter großer Kunde rechnet seinerseits mit einer leicht anziehenden Produktion. „Vor diesem Hintergrund blicken wir vorsichtig optimistisch auf die Stahlkonjunktur im kommenden Jahr“, sagte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, am Montag in Düsseldorf. Die Nachfrage nach Walzstahl, dem mit Abstand wichtigstem Produkt, werde leicht zulegen. „Mit 40,2 Millionen Tonnen dürfte in etwa das hohe Niveau aus dem Jahre 2006 erreicht werden.“

Geht die deutsche Stahlindustrie damit besseren Zeiten entgegen? Mitnichten, wenn es nach der Einschätzung von Kerkhoff geht. „Ungeachtet der sehr hohen Kapazitätsauslastung bleibt die wirtschaftliche Lage der Stahlunternehmen in Deutschland ernst“, sagte er im Vorfeld der Jahrestagung Stahl in Düsseldorf. Denn an den grundlegenden Problemen, mit denen die Branche schon seit Jahren kämpft, hat sich in den vergangenen Monaten kaum etwas geändert. China exportiert immer noch kräftig seinen Billigstahl nach Europa, die Klimaschutzpläne aus Brüssel gefährden nach Ansicht der Stahlkonzerne deren internationale Wettbewerbsfähigkeit und eine Lösung für die gewaltigen Überkapazitäten ist ungeachtet vieler politscher Absichtserklärungen noch nicht in Sicht.

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