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Stadt Bamberg macht gegen „üble“ AfD-Hetze mobil

Dienstag, 08.11.2016 14:00 von

Die AfD gerät wegen Hass-Kommentaren gegen den Bamberger Erzbischof Schick in die Defensive. Nicht nur die Staatsanwaltschaft hat sich eingeschaltet. Auch die Stadt Bamberg greift nun ein – mit einer klaren Ansage.

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick sagt, ein Bundespräsident könnte auch muslimischen Glaubens sein. Die Religionszugehörigkeit spiele für die demokratische Wahl keine Rolle. Im Internet erntet er dafür Hass – ausgelöst durch ein Posting der Bundes-AfD bei Facebook (Facebook Aktie). Nachdem sich die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, meldet sich nur auch die Bamberger Stadtspitze zu Wort – mit scharfer Kritik an der AfD.

Schicks Hinweis auf die Wählbarkeit von Personen ohne Rücksicht auf ihre Religionszugehörigkeit sei „eine rechtsstaatliche Selbstverständlichkeit“ und werde nun von der AfD missbraucht, um „übel zu hetzen und sogar zu kriminellen Handlungen aufzurufen“, sagte der Bamberger Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD). Damit werde „eine Grenze überschritten“. Nun sei der Zusammenhalt aller Demokraten gefordert. Man sei dem Erzbischof dankbar dafür, dass er sich von der AfD nicht einschüchtern lasse und klar Position bezogen habe.

Die Bundes-AfD hatte nach einer Podiumsdiskussion in Nürnberg auf Facebook gepostet: „Kirche: Muslimischer Bundespräsident denkbar“. Auf der Veranstaltung antwortete Schick dem Erzbistum zufolge auf eine Nachfrage, ob er einen muslimischen Bundespräsidenten grundsätzlich für möglich halte. Schick habe gesagt, ein möglicher muslimischer Kandidat müsste von den Parteien nominiert und von der Bundesversammlung gewählt werden.

Sollte das geschehen, werde die Kirche diese demokratische Entscheidung akzeptieren. Alles andere entspräche nicht dem Grundgesetz. Seither wird der Bamberger Erzbischof in sozialen Netzwerken massiv angegriffen, diffamiert und attackiert. Die Angriffe reichen bis hin zu Morddrohungen.

„Ab ins Feuer mit dieser Brut“

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