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Staatsanwältin Christiane Serini geht in die Provinz

Donnerstag, 08.09.2016 12:00 von

Der Kontrast könnte größer kaum sein: Nach dem spektakulären Strafprozess gegen Deutschbanker ist die in dem Verfahren unterlegene Anklägerin als Richterin in eine oberbayrische Kleinstadt gewechselt.

Der Kontrast könnte größer kaum sein: Von der Bayern-Kapitale München ins beschauliche Städtchen Weilheim in Oberbayern, von der Staatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität ans Amtsgericht. Doch für Christiane Serini ergibt der Wechsel Sinn: „Es ist in Bayern üblich, in der Justiz zu wechseln. Für mich war nach sechs Jahren bei der Staatsanwaltschaft München I und der Generalstaatsanwaltschaft der richtige Zeitpunkt gekommen“, sagt die 42-Jährige dem Handelsblatt.

Zum September nun hat Serini ihren neuen Posten als stellvertretende Gerichtsdirektorin angetreten. Sie wirkt gelöst nach dem Strafprozess gegen die Ex-Deutsche-Bank-Vorstände Jürgen Fitschen, Josef Ackermann, Rolf Breuer, Clemens Börsig und Tessen von Heydebreck.

Serini wird über Unterhaltsstreitigkeiten entscheiden

Die Staatsanwaltschaft mit Serini an der Spitze erlitt im Strafverfahren um den möglichen Prozessbetrug der Angeklagten im Zivilstreit mit dem Medienunternehmer Leo Kirch eine Niederlage. Das Landgericht München sprach die Angeklagten frei. Zwar hat die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt, mit Serinis Wechsel wachsen aber die Zweifel, ob die Ankläger an den Vorwürfen festhalten. Serini hat damit abgeschlossen: „Ich wollte die Hauptverhandlung bis zum Ende begleiten. Aber es war für mich klar, dass ich wieder ins Gericht zurückgehen will. Jetzt freue ich mich auf meine neuen Aufgaben.“

Dort wird sie über Scheidungs- und Unterhaltsstreitigkeiten – und ab und zu mal über eine Strafsache – entscheiden. Weit weg vom Pressetrubel.

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