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Springer und Discovery gründen Medienunternehmen

Donnerstag, 13.10.2016 21:00 von

Das Verlagshaus Axel Springer (Axel Springer Aktie) will sich stärker am US-Markt engagieren und kooperiert deshalb mit dem US-Konzern Discovery. Unter dem Dach einer gemeinsamen Holding sollen mehrere digitale Marken vereint werden.

Der US-Konzern Discovery, der Axel-Springer-Verlag und die Unternehmerfamilie Lerer schmieden ein digitales Medienunternehmen. Discovery investiert 100 Millionen Dollar (Dollarkurs) und wird größter Aktionär an der Group Nine Media, wie die Beteiligten am Donnerstag mitteilten. Der Berliner Springer-Konzern bringt seine Minderheitsbeteiligungen Thrillist und Now This Media in die Holding ein und wird zweitgrößter Eigner.

Unter das gemeinsame Dach kommen auch Discoverys Digitalnetzwerk Seeker sowie The Dodo, ein Angebot für Tierliebhaber. „Wir glauben an die Zukunft des digitalen Journalismus und dessen attraktive wirtschaftliche Perspektiven“, betonte Jens Müffelmann, der Springers US-Geschäft verantwortet.

Chef der Group Nine Media wird Thrillist-Chef und Internet-Investor Ben Lerer, Müffelmann rückt in den Vorstand der Holding auf. Die einzelnen Marken seien unabhängig voneinander sehr erfolgreich, sagte Lerer. „Vor dem Hintergrund der absehbaren Konsolidierung digitaler Medienunternehmen ist die Bündelung unter einem Multi-Markendach aber außergewöhnlich wertvoll.“ Durch die Zusammenarbeit seien die Marken auch interessanter für Werbepartner. Discovery („Eurosport“) hat künftig die Option, die Mehrheit an Group Nine Media zu übernehmen.

Springer hat sich stärkeres Engagement im englischsprachigen Markt und vor allem in den USA auf die Fahnen geschrieben. Die Berliner sind seit Dezember 2014 am Video-Nachrichtenunternehmen Now This beteiligt und seit Oktober 2015 am Lifestyle-Medium Thrillist. Der „Bild“-Herausgeber äußerte sich nicht zur Größe seines Anteils an Group Nine Media und ließ offen, ob er für die Gründung der Holding Geld in die Hand genommen hat. Die Springer-Aktie notierte rund 1,7 Prozent schwächer, die Discovery-Papiere lagen gut zwei Prozent im Minus.

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