Spitzentreffen mit Gabriel endet ohne konkretes Ergebnis

Montag, 09.01.2017 20:40 von

Rund 2500 Jobs sind bei Bombardier in Deutschland gefährdet. Nach einem Krisentreffen des Eisenbahnkonzerns mit Wirtschaftsminister Gabriel müssen die Mitarbeiter weiter bangen – ein konkretes Ergebnis gab es nicht.

Das Spitzengespräch des Bundeswirtschaftsministers Sigmar Gabriel und dem Bombardier-Management ist wie erwartet ohne konkretes Ergebnis beendet worden. Gabriel sagte nach dem Treffen im Bundeswirtschaftsministerium am Montagabend lediglich „Ostdeutschland braucht industrielle Arbeitsplätze“. Die Politik werde alles ihr Mögliche tun, um die Arbeitsplätze zu sichern. „Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg.“

Damit deutete Gabriel indirekt an, dass die von Konzernchef Laurent Troger geplanten Einschnitte gravierend sein werden.

Nach unbestätigten Informationen des Handelsblatts aus Unternehmenskreisen sollen weitere 2500 Arbeitsplätze in Deutschland gestrichen werden, nachdem im vergangenen Jahr schon 1430 Jobs wegfielen. Bombardier Transportation beschäftigt an seinen sieben Standorten in Deutschland und der Unternehmenszentrale in Berlin 8500 Mitarbeiter.

Noch bevor Troger Gabriel Rede und Antwort stehen musste, versuchte der kanadische Lokomotivbauer am Montag die Wogen zu glätten. Deutschland werde auch in Zukunft nicht nur ein „entscheidender Standort für die Entwicklung, sondern auch für die Produktion und Wartung von Bahntechnik bleiben“, versicherte das Unternehmen im Vorfeld des Spitzentreffens in Berlin. Dasselbe Statement gab es am Abend nach der Treffen mit dem Minister, an dem auch Vertreter der Länder Brandenburg und Sachsen sowie der IG Metall teilnahmen.

Informationen des Handelsblatts, wonach der Rückzug aus der Produktion von Schienenfahrzeugen geprüft werde, hatten Politiker wie Belegschaftsvertreter im Dezember aufgeschreckt. Gabriel lud daraufhin den Bombardier-Vorstand zum Gespräch am Montag ein. Bombardier warb anschließend um Verständnis, „dass wir weitere Gespräche mit den Sozialpartnern führen müssen, bevor wir detailliertere Aussagen treffen können.“

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