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'Spiegel': Schäuble plant zwei Euro mehr Kindergeld

Freitag, 09.09.2016 09:42 von

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will nach Informationen des "Spiegels" das Kindergeld um zwei Euro pro Monat erhöhen. So sollen auch Geringverdiener profitieren, wenn im nächsten Jahr die Steuern leicht gesenkt werden, meldet das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf den Gesetzentwurf, den Schäuble in der kommenden Woche ins Kabinett einbringen wolle.

Die Bürger sollen durch Anhebung von Freibeträgen und durch Tarifkorrekturen um rund 6,3 Milliarden Euro in den nächsten beiden Jahren entlastet werden. Laut "Spiegel" soll der Grundfreibetrag von derzeit 8652 Euro 2017 um 170 Euro steigen, ein Jahr später um weitere 200 Euro. Der Kinderfreibetrag von derzeit 7248 Euro werde im ersten Schritt um 110 Euro erhöht, im zweiten um 100 Euro.

Um die sogenannte kalte Progression zu bekämpfen, sollen für alle Steuersätze die Einkommensgrenzen steigen. 2017 würden sie um 0,7 Prozent angehoben, 2018 noch einmal um rund 1,5 Prozent, meldet der "Spiegel". Die kalte Progression entsteht, wenn Lohnerhöhungen lediglich die Inflation ausgleichen und die Kaufkraft des Arbeitnehmers nicht steigt. Durch den Tarifverlauf bei der Einkommensteuer zahlt er dann überproportional mehr Steuern./sl/DP/stb