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SPD beharrt auf Neun-Milliarden-Programm für bessere Schulen

Mittwoch, 12.10.2016 14:22 von

BERLIN (dpa-AFX) - Die SPD verlangt für die rund 40 000 deutschen Schulen neben den Digitalisierungs-Plänen des Bundes eine Gesamtstrategie, die beispielsweise die Sanierung maroder Schulgebäude einschließt. Angesichts des am Mittwoch im Bundesbildungsministerium vorgestellten Programms für bessere Computer- und IT-Ausstattung an den Schulen erklärte der stellvertretende SPD-Bundestagsfraktionschef Hubertus Heil: "Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung." Es reiche aber nicht aus, Schulen nur digital voranzubringen.

"Moderne, lernfördernde Schulgebäude und gute Unterrichts- und Ganztagsangebote sind wichtige Voraussetzungen auch für die erfolgreiche Umsetzung digitaler Bildung", so Heil. Bund, Länder und Kommunen sollten "eine umfassende Bildungsallianz" beschließen. Der Vorschlag von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU), "einmalig nur IT-Infrastrukturen zu fördern, greift daher zu kurz", meinte der SPD-Bildungsexperte. Das von der SPD geplante Schulprogramm für digitale Ausstattung, moderne Schulgebäude und mehr guten Ganztag solle neun Milliarden Euro kosten.

Nach dem Willen Wankas sollen alle Schulen in Deutschland in den nächsten fünf Jahren mit einem Fünf-Milliarden-Euro-Programm des Bundes für digitale Bildung fit gemacht werden. Die für Schulpolitik zuständigen Länder sollen sich im Gegenzug verpflichten, entsprechende pädagogische Konzepte, die Aus- und Fortbildung von Lehrern sowie gemeinsame technische Standards umzusetzen./ll/DP/fbr