Sondereffekte brocken Startup-Schmiede Verlust ein

Freitag, 02.09.2016 02:20 von

Sondereffekte haben der Startup-Schiede Rocket Internet im ersten Halbjahr einen Fehlbetrag von mehr als 600 Millionen Euro eingebracht. Belastet wurde das Ergebnis vor allem durch Abwertungen bei einem Unternehmen.

Die Startup-Schmiede Rocket Internet hat im ersten Halbjahr belastet von Sondereffekten einen Verlust verbucht. Der Fehlbetrag habe 617 Millionen Euro betragen, teilte das Berliner Unternehmen am späten Donnerstagabend mit.

Das Ergebnis sei insbesondere durch Abwertungen bei der Global Fashion Group („GFG“) gemindert worden. Die bereits im April 2016 bekanntgegebene Finanzierungsrunde resultierte in Abschreibungen auf Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte von Tochterunternehmen der GFG. Insgesamt habe GFG 383 Millionen Euro Verluste zu Rocket Internets Ergebnis im ersten Halbjahr beigetragen. Das Ergebnis wurde zudem durch weitere Sondereffekte wie Wertminderungen beeinflusst.

Aufgrund von Entkonsolidierung von Tochtergesellschaften verringerte sich der konsolidierte Umsatz auf 29 Millionen Euro von 71 Millionen Euro im gleichen Vorjahreszeitraum. Rocket ist unter anderem an dem Kochbox-Anbieter HelloFresh, dem Essenslieferdienst Delivery Hero und dem Möbelhändler Westwing und Home24 beteiligt.

Rockets Geschäft - das Gründen von Startups nach dem Fließbandprinzip - verschlingt viel Geld. Anleger waren zuletzt verunsichert, ob es dem Konzern gelingen wird, dies über Verkäufe und Börsengänge jemals wieder einzuspielen.

Für die kommenden Monate zeigte sich das Unternehmen optimistisch. „Ungeachtet dieser Sondereffekte hält Rocket Internet weiterhin an den ausgegebenen Zielen fest“, sagt Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer. „Nach wie vor erwarten wir, dass bis Ende 2017 mindestens drei unserer Beteiligungen profitabel sein werden, und die aggregierten operativen Verluste unserer wesentlichen Beteiligungen 2015 den Höchstpunkt hatten.“

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