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Solarworld – Mitte 2017 noch zahlungsfähig?

Dienstag, 14.02.2017 15:05

Kommentar von Rami Jagerali

Lieber Leser,

dass es bei Solarworld schon seit einiger Zeit ums nackte Überleben geht, ist ein offenes Geheimnis. Jetzt will das Photovoltaik-Unternehmen 400 der insgesamt 3.300 Arbeitsplätze abbauen und die Fertigung auf monokristalline Solarmodule beschränken, da diese einen höheren Wirkungsgrad haben. Allzu viel sollten Anleger von diesen Maßnahmen aber nicht erwarten.

Operativer Verlust trotz Umsatzplus explodiert

Denn obwohl die Bonner auf Basis der vorläufigen Geschäftszahlen den Umsatz 2016 um 5% auf 803 Mio. Euro steigerten, explodierte der EBIT-Verlust im Jahresvergleich von 4,2 auf 99 Mio. Euro. Gleichzeitig erwirtschaftete die Gesellschaft einen negativen Cashflow von mehr als 100 Mio. Euro.

Liquide Mittel besorgniserregend gering

Denn im Vorjahr betrugen die liquiden Mittel noch 189 Mio. Euro. Ende 2016 verfügte die Gesellschaft jedoch nur noch über liquide Mittel von sehr bescheidenden 88 Mio. Euro. Oder anders ausgedrückt: Verbrennt Solarworld in diesem Jahr ähnlich viel Geld wie im letzten, wird der Hersteller von Solarmodulen spätestens Ende 2017 zahlungsunfähig sein. Dank der Sparmaßnahmen hält man eventuell auch noch das eine oder andere Quartal länger durch.

Letztlich ist das Aus vor allem wegen der erdrückenden Konkurrenz aus China, die dafür sorgte, dass die Preise für Solarmodule allein im zurückliegenden Jahr nochmals um 20 bis 30% eingebrochen waren, meiner Meinung nach eine bloße Zeitfrage. Dies gilt umso mehr, als gegen Solarworld ein Schadensersatzprozess über rund 800 Mio. Euro läuft. Anleger sollten die Aktie daher meines Erachtens weiterhin mit großer Vorsicht genießen.

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